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Dienstag, 5. Januar 2010

Strickanleitung für eine höchstmagische Stricknadel-Mappe

Diese höchstmagische Stricknadelmappe ist selbst für absolute Strick-Noobs einfach herzustellen. Die Mappe selbst ist komplett in Kraus-rechts gestrickt. Die Halterungen in die frau die Nadeln dann einschiebt, sind im Zopfmuster. Für erfahrene StrickerInnen sicher kein Thema, mich erfasst leichte Panik dabei. Ich war aber ganz begeistert wie einfach die Dinger zu stricken waren. Deswegen auch jetzt mal meine Beitrags-Premiere im magischen Basteln. Ich hoffe ich drücke mich eingermaßen veständlich aus. ;-)

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Der Klick auf die Thumbnails bringt zu den größeren Bildversionen.

Strickzutaten

1 Knäuel Wolle für die Mappe
1/2 Knäuel andersfarbiges Garn für die Zöpfe und zum umhäkeln
Rundstricknadeln für die Nadelmappe, Nadelspiel & evtl. Zopfstricknadel für die Zöpfe, Häkelnadel
2 schicke Knöpfe
Stecknadeln
dicke Näh- oder Stropfnadel
Zeit ;-)

Zubereitung der Nadelmappe
  • Maschen anschlagen, eine Maschenprobe erübrigt sich hier eigentlich, da man die Länge ja nach eigenem Gusto bestimmen kann. Die Mappe wird ja eh eingerollt, auf einen Zentimeter mehr oder weniger kommt es da nicht an. Meine Mappe ist ca. 35 cm lang und 26 cm breit. Die längsten Nadeln die sich hier rumtreiben sind 22 cm lang, da passt das ganz gut. Gestrickt habe ich der Länge nach.
  • Nachdem das Strickstück auf vier Zentimeter in der Breite angewachsen ist, sollte man das erste Knopfloch einstricken. Nach Beginn einer neuen Reihe drei Maschen rechts stricken, dann zwei Maschen durch Überzug abketten. In der Rückreihe nimmt man an dieser Stelle einfach wieder zwei Maschen auf und strickt ganz normal rechts weiter.
  • Jetzt einfach fröhlich weiter stricken, dabei die Lust nicht verlieren oder aus Versehen in linke Maschen wechseln (*hust* guckt euch bitte nie meine Mappe näher an, da sind einige Fehler drinnen, die ich scheinbar im Halbschlaf gestrick habe...). Das zweite Knopfloch wird auf gleiche Weise eingestrickt, wenn man sich vier Zentimeter vom Ende entfernt befindet.
  • Hat die Nadelmappe die endgültige Breite erreicht, in der letzten Reihe die Maschen komplett durch Überzug abketten und den losen Faden verstechen.
  • Wer mag, kann den Stricklappen jetzt in farbigem Garn mit einer Reihe fester Maschen umhäkeln. Das sieht hübsch aus und war sogar für mich, die ich auf Kriegsfuß mit der Häkelnadel stehe machbar. :-)
  • Jetzt geht es an das Zopfmuster. Diese werden auf der Hinreihe rechts, auf der Rückreihe links gestrickt. Ich hab es mir ganz einfach gemacht und zwischen den Zöpfen kein linkes Muster eingebaut. Die gestrickten Zöpfe sind bei mir 26 cm lang. So haben viele Nadeln Platz. Sollte eure Mappe andere Ausmaße annehmen, dann legt die Zöpfe zur Probe darauf. Achtet darauf, dass sie nah genug aneinander liegen, damit auch kurze Stricknadeln darin halten und das die Zöpfe später nicht über den Knopflöchern liegen.
  • Für die Zöpfe 10 Maschen aufnehmen und einige Reihen Stricken. In der Hinreihe 2 Maschen stricken, die nächsten 3 Maschen nicht stricken, sondern auf einer etwas dickeren Nadel oder einer Sicherheitnadel zwischenparken und nach hinten legen. Das wird ein Ärmchen für den Zopf. Jetzt die nächten 3 Maschen ganz normal stricken. Die geparkten Maschen mit etwas Zähneknirschen auf die linke Stricknadel zurückbefördern und dann den Rest der Reihe ganz normal rechts abstricken. Schon hat man die erste Überkreuzung für den Strickzopf.
  • Jetzt ganz normal 7 Reihen stricken, in der 8. Reihe das ganze Spielchen wiederholen. So geht es nun weiter, bis die gewünschte Länge erreicht ist. Einen zweiten Zopf im gleichen Design stricken.
  • Die Zöpfe auf die Innenseite der Mappe legen, zurechtzuppeln und mit den Stecknadeln feststecken. Nun näht man mit der Nadel und derselben Wolle die Zöpfe auf der Mappe fest. Achtet dabei darauf, dass ihr nicht durch das Strickstück hindurch stecht, sondern den Faden nur durch die oben liegenden Maschen einstecht, sonst sieht man die Stiche auf der Außenseite der Nadelrolle.
  • Die Stricknadeln in der Mappe feststecken, und die Nadelrolle zur Probe einrollen. Markieren wo an der Außenseite die Knopflöcher korrekt aufliegen. Mappe entrollen und die Knöpfe mit Strickgarn festnähen.
  • Wer mag, kann jetzt zur Zierde noch einen etwas breiteren und kürzeren Zopf stricken (bei mir waren es 14 Maschen, je 3 Randmaschen und je 4 pro Zopfarm) und zur Verzierung zwischen den Verschlüssen platzieren.
Viel Spaß beim Nachstricken. :-)

Be||a

Samstag, 16. Mai 2009

Fitzelpatch, Umschlag & Buch

Ich mag ja gern recyceln. So lassen sich z.B. auch kleine Stoffreste vom Patchen noch zu Fitzelpatch verarbeiten. Hierbei gibt es keine normale Naht, sondern die Fitzelchen werden leicht überlappend übereinander gelegt und mit Zickzack festgesteppt.
Wichtig ist dabei allerdings, immer wieder zu bügeln, damits keine Verwerfungen gibt.

Und was macht mensch daraus, sobald das Fitzelpatch-Stück groß genug ist? Genau, einen Buch(Schutz-)Umschlag, z.B. fürs Tagebuch, Kalender, Book of Shadows...

Das Buch offen auf den Fitzel-Stoff legen, oben und unten sollten ca. 1,5 cm Überstand sein, links und rechts ruhig etwas mehr - denn dieser Umschlag kann ja auch als kleines Aufbewahrungsfach dienen. Zum Testen unbedingt das Buch mitsamt dem Stoff schließen, nicht dass zu knapp bemessen wird und das Buch dann immer aufklafft.

Außerdem hab ich noch ein breites Gummiband auf die Höhe bemessen, jeweils für vorne und hinten.

"Schöne" Seite nach oben legen, Gummibänder drauf, Umschläge rumklappen. Feststecken, nähen. Wenden. Fertig.

Buchumschlag innen

Hier ist das Gummiband gut zu sehen. Hilfreich, um bereits beschriebene Seiten einzuklemmen und so sofort die nächste freie Seite aufzuschlagen.

Buchumschlag vorne

Buchumschlag Rückseite

Vorder- und Rückseite meines Buchumschlages. Leider bin ich erst _nach_ Fertigstellung auf die Idee eines Artikels gekommen - daher gibts vom Werden keine Fotos.

Übrigens hatte ich hierfür noch einen Rest Vlies über, der zufällig genau die passende Höhe hatte. Als Unterseiten-Stoff hab ich irgendnen Blümchenstoff genommen und schön die einzelnen Fitzelchen nachgequiltet.

Vorteil von sonem Umschlag: er kann gewaschen werden und das Buch sieht immer wieder gut aus - von außen, aber auch von innen, weil es ja durch den Umschlag geschützt wird.

Außerdem kann er immer wieder verwendet werden, sofern die gleichen Notiz-Bücher verwendet werden. Was im Normzeitalter größentechnisch kein Problem darstellen sollte.

Jetzt fehlt eigentlich nur noch das passende "Innenleben" - dafür hab ich hier den richtigen Link: (englisch, aber gut bebildert!):
Make your own Moleskine-like-Notebook

Den hab ich von imgriff.com, was mich wiederum daran erinnert hat, dass ich doch eigentlich hier was über Buchumschlag-machen posten wollte :)

Freitag, 19. Dezember 2008

Nachthimmel

Ich habe mal ein Nachthimmelbild gemalt, mit Acrylfarbe.
Einfach schwarz grundiert, dann mit Gold Mond und Sonne hinzugefügt und dann noch Glittersternchen und -Pulver drauf. Fertig!

scaled-php-server-511-filename-nachthimmelbn2

Freitag, 24. Oktober 2008

Für die Katz!

Heut hab ich zum ersten Mal in meinem Leben als Katzenglugge das Wort "Katzenfummelbrett" gehört. Was das ist, ist auf katzenfummelbrett.ch zu erfahren.

Ist jetzt zwar nicht wirklich magisch, aber dennoch Gebastel, noch dazu aus "Müll" - also ökologisch wertvoll - und immerhin doch zur Bespaßung hochmagischer Wesen gedacht :)

Unsere Schnurgels werden so ein Teil jedenfalls baldmöglichst bekommen - den Link musste ich aber gleich sofort mitteilen :)

Montag, 22. September 2008

Völlig unawarded...

... hat die Distel dem Magischen Basteln diesen Preis verliehen:

Auszeichnung

Wow, danke! Im Namen aller Mitwirkelnder *tränchenausdemaugenwinkelwisch* *freu*

*verbeug*

Und vielen Dank fürs nicht-weiter-verleihen-müssen. :)

Samstag, 16. August 2008

Kuschelgöttin

Entstanden ist die Idee dazu bei der Arbeit mit meinem inneren Kind. Dieses wünschte sich einen Teddy, welchen ich selber nähen sollte. Die Idee fand ich nicht schlecht, fand aber den Teddy als solchen irgendwie nicht ganz so richtig. Zumal es mehr um die Aufmerksamkeit und Freude für das innere Kind ging als um die Form.
So kam ich auf die Idee, eine Göttin zu nähen, welche mit Kräutern und kleinen Steinen sowie anderweitigem Symbolzeug versehen ist.

Und hier ist die Anleitung für euch zum Nachnähen.

Ihr braucht:

Zutaten zur Kuschelgöttin

* Stoff der euch zusagt (ich habe hier einen Leopardenfell Plüsch-Stoff gewählt, weil ich den echt knorke finde)
* Eine Schablone. Diese ist wirklich einfach zu machen, kann aber gerne auch von mir via E-Mail (panum ätt web punkt de) zugesandt werden
* Edding o.ä. zum Übertragen der Schablone auf den Stoff
* Schere, Nadel, Faden, Watte zum Füllen

Und so geht es:


Übertragt das Muster 2x auf die Rückseite des Stoffes. Um zu vermeiden, dass es schief aussieht, dreht die Schablone, wenn sie nicht 100% symmetrisch ist, für die 2. Seite einmal um (meine ist es nicht, was den optischen Effekt einer Bewegung in der Figur hat).

Zuschnitt

Nun die beiden Teile ausschneiden, sollte dann in etwa so aussehen:

Rohkörper

Legt jetzt die beiden Teile so übereinander, dass das, was später außen sein soll, innen liegt; es wird auf links genäht. Dies sieht im Endergebnis sauberer und schöner aus.
Ein einfacher Heftstich reicht vollkommen aus, wenn dieser sauber ausgeführt wird:

nähen

Näht einmal rum, lasst dann aber ungefähr 5 cm offen, damit sie umgestülpt und befüllt werden kann:

umgenäht

Nun kommt der erste knifflige Teil. Ihr müsst den Stoff nun einmal umstülpen.
Ich mache es meist so, dass ich erst den Kopf und die Arme in die Taille stopfe (wie sich das anhört) und dann unten mit der Öffnung beginne, das ganze richtig zu drehen. Mit einem langen Stäbchen oder Kochlöffelstiel kann man sich die Arbeit des Stülpens erleichtern, aber bitte nicht zu fest drücken, sonst reißt ihr euch die Naht auf.

Nach dem Stülpen sollte es in etwa so aussehen:

Kuschelgöttin umgestülpt

Nun muss sie noch ordentlich befüllt werden. Ich mache dies immer so, dass ich erst kleine Stücke Watte in die Arme stecke und bis hinten durchschiebe, damit es gleichmäßig und ohne unschöne Klumpen und Knubbel ist.

Danach den Kopf befüllen und die Watte immer schön mit einem Stäbchen oder ähnlichem nachschieben, damit sich Lücken füllen und das Endergebnis gleichmäßig weich und kuschelig ist.

Wenn sie dann nach euren Vorstellungen befüllt ist, muss unten die Öffnung noch vernäht werden. (Diesen Schritt habe ich vergessen zu fotografieren)
Ihr macht das am besten so, dass ihr nur Stück für Stück näht, und vorher die Stoffkanten leicht nach innen einschlagt und dann von Außen näht, dann aber nicht mit dem Heftstich, sondern so, dass die Nadel immer an der gleichen Seite rein sticht und über die Kante gelegt wird.

Und nun den Faden vernähen und loskuscheln.

So kann es aussehen:

Kuschelgöttin befüllt

Und hier noch ein paar Varianten aus Filz, diese werden alles von Außen genäht, was sie in der Herstellung einfacher macht:

Viele Kuschelgöttinnen

Vielen Dank an Mondfeuer für den Beitrag - und fürs Basteln!

Samstag, 21. Juni 2008

Lavendel-Duftsäckchen

Diese Säckchen sind ganz gut für so Lavendelfüllungen, für einen Steinchen- oder Runenbeutel müsste man innen die Nähte zuerst versäubern, damit nichts nach langem Gebrauch ausfranst. Für einen Beutel zum ständig mitnehmen würde ich aber eh ein Futter machen.
Die Lavendelsäckchen sind ungefüttert, damit die Duftstoffe der enthaltenen Kräuter besser nach außen dringen.

Man benutzt sie zur Wäschebeduftung im Schrank, kann aber auch magische Kräuterbeutel so machen, die man dann ganz nach eigener Kreativität benutzt.

Man braucht: Stoffreste (Naturfaser bietet sich an)
1 x 9 oder 10 cm mal 18 cm gross
1 x 11,5 mal 17,5 cm gross.
Schere, Nähmaschine, Sicherheitsnadel, ein Band oder eine Kordel zum Zubinden.

Zuschneiden die erste: 9 x 18 cm
dvhni

Die kurzen Seiten des 1. Stoffstückes säumen. Dazu verwende ich erst einen Zickzackstich der so knapp über die Kante genäht wird, daß die Ausfranserei unterbleibt. Danach schlage ich das Ganze 4 mm ca. um und nähe es mit einem Geradstich fest.
saum

Alsdann wird das Stoffstück längs gefaltet, so daß die schöne Seite innen ist, und einmal zu einem Schlauch genäht:
naeh3

Den Schlauch wenden, daß die schöne Seite nun aussen ist, und mit dem Bügeleisen plattbügeln, und zwar so, dass die Naht an einer Seite liegt. Dann schneidet man das zweite Stoffstück zu oder nimmt es zur Hand:
17,5 mal 11,5 cm oder so in etwa. Es sollte so breit sein wie der Schlauch lang ist.
zuschneiden5

Dann legst du den Schlauch auf die schöne Seite des 2. Stoffstücks. Die dicke Stelle wo die Naht beim Schlauch ist, kommt nach außen, also da, wo du jetzt gleich drübernähst. Dann mit einer normalen Geradstichnaht zusammennähen:
naeh6

Das Ganze aufklappen und bügeln.
naeh7
Ich habe über die Naht von außen nochmal drübergenäht, das muß man aber nicht.

Das ganze Teil jetzt mit der schönen Seite nach innen falten:
falten8

Und einfach die zwei offenen Seiten zunähen. Dabei hältst du aber oben kurz vor dem Ende an, da wo auf dem Foto die Nähmaschinennadel steht. Dort bleiben zwei Löcher im Stoffschlauch offen, wo das Band durchgezogen wird.

naeh9

Dann den ganzen Beutel nach außen wenden, und an einer Sicherheitsnadel das Band befestigen und durch den Tunnel des Stoffschlauches schieben:

band10

Mit Lavendel füllen:
fuell11

Fertig

fertig

Sonntag, 27. April 2008

Schamanischer Federhalter

Folgenden Beitrag hat uns die MondSchwester eingesandt:

Man benötigt etwa 750 g Ton (roter), ein Nudelholz, Glasuren (auf Rot sehen Mohnrot und Nachtblau richtig gut aus) oder Acrylfarbe (ich selbst habe dafür Violett und darauf „Space Gel“ verwendet), ein Messer, eine Schale mit Wasser, ein Schwamm und einen Malspachtel.

Aus dem Ton formt man als erstes eine Platte, die etwas größer ist als die Zylinder, die da drauf sollen. Leicht antrocknen lassen.

Eine Platte mit dem Nudelholz ausrollen. Längliche Rechtecke mit einem Messer ausschneiden und zu Zylindern formen. Zylinder auf die Platte stellen und unten mit Hilfe des Malspachtels befestigen. Den oberen Teil des Zylinders nach außen biegen. Mit dem Wasser und dem Schwamm glätten (darauf achten, so wenig wie möglich Wasser zu nehmen – bei zuviel Wasser könnte der Ton beimTrocknen oder Brennen reißen).

Ton muss vor dem Brennen mindestens eine Woche trocknen und er muss dabei mit Folie abgedeckt werden.

Wer keine Möglichkeit hat den Ton zum Brennen (in Töpfereien, Baumärkten oder Kulturzentren nachfragen) zu geben, kann auch lufttrocknenden Ton nehmen. Man sollte auch beachten, das der Ton etwa 15 bis 20% schrumpft.

Federhalter ohne Federn

Federhalter mit Federn

Vielen Dank an die MondSchwester, und sorry, dass es etwas gedauert hat ;)

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