Montag, 4. Dezember 2006

Runenset aus Knetmasse (Rezept)

Runenset aus Knetmasse

Sehr einfach lassen sich Runen aus selbstgemachter Knetmasse herstellen. Du brauchst dazu:

* 400 g Mehl
* 200 g Salz
* 3 Eßl. Öl
* 50 g Alaun
* 1/2 l kochendes Wasser

Das Alaun bekommst du in der Apotheke für ca. 1,- bis 1,50 Euro die meisten Apotheken fragen sogar schon, obs denn zum Knetgummi-machen sein soll.

Einfach alles zusammenmischen und gut verkneten. Ist empfehlenswert, zunächst mit dem Rührgerät zu arbeiten, weil kochendes Wasser verwendet wird! Ist die Masse zu weich, Mehl zugeben, ist sie zu fest, Wasser nachgießen. Falls Farbe gewünscht wird, kein Problem, einfach Lebensmittelfarben verwenden.

Die Masse ist lufttrockend, das heißt, es muss nicht extra ein Ofen bemüht werden. In einem gut schließenden Gefäß lässt sie sich auch über längere Zeit aufbewahren.

Für die Runen 24 Kügelchen drehen - etwa in Murmelgröße oder eben wie gewünscht. Diese dann einfach plattdrücken und die Runen einritzen. Geht mit einem Schaschlikspieß, Stricknadel o.ä. sehr gut. Dann einfach trocknen lassen.

Runenset

Nach dem vollständigen Trocknen (was schon zwei Tage dauern kann) können die Stücke mit Schmirgelpapier nachbearbeitet werden. Außerdem können die Runen noch be- bzw. ausgemalt werden.
Variante: Mehl teilweise durch Erde/Sand ersetzen (vorher durchsieben!). Die entstehenden Teile sehen dann "steinig" aus und werden dadurch auch energetisch "erdiger". Diese Steine können dann sogar vorsichtig mit dem Brennstab/Lötkolben nachbearbeitet werden.

Zauberweib, 02/2005

Runen aus Holz

Die meisten Holzarten eignen sich für die Herstellung von Runenscheiben. Es gibt jedoch ein paar Einschränkungen: die Naturschutzbestimmungen, die Verfügbarkeit sowie die Härte; allzu hartes Holz sollte nicht für das erste Runenset verwendet werden, wenn man keine Erfahrung auf dem Gebiet der Holzbearbeitung bzw. nicht das richtige Werkzeug hat. Zu beachten ist, daß jedes Holz bestimmte (magische) Eigenschaften hat, über die man sich im Klaren sein sollte, bevor man sich für eine Art entscheidet.

Zunächst sucht man sich einen Ast, der vom Durchmesser her Scheiben in der gewünschten Grösse ergibt, möglich ist alles von einem bis zu mehreren Zentimetern. Ob man einen abgefallenen Ast wählt oder zur Säge greift, ist eine Frage der persönlichen Einstellung. Wer sein Auge auf einen bestimmten Ast geworfen hat, der sich noch am Baum befindet, sollte gegebenenfalls eine Erlaubnis einholen und sich vorher überlegen, ob er den Ast wirklich haben möchte und ob das Holz bzw. die Form ihm gefällt (nicht wie die Axt im Walde ...). Die durch das Absägen entstandene Wunde sollte mit Baumwachs verschlossen werden, vor allem Birken können durch eine Sägeverletzung ausbluten!

Der Ast muß vor der weiteren Bearbeitung getrocknet werden, was bis zu zwei Jahren dauern kann (je nach Holzart und Dicke). Um Risse im Holz zu vermeiden, die den Ast für die weitere Bearbeitung unbrauchbar machen können, sollte die Trocknung schonend erfolgen, d.h. nicht auf der Heizung, im Ofen etc.) Sobald das Holz trocken ist, muß es auf Schädlingsbefall, z.B. Holzwürmer überprüft werden. Dann wird es - falls gewünscht - entrindet und in Scheiben gesägt, die Dicke der Scheiben und damit der fertigen Runen ist vom Durchmesser und der Härte abhängig, ebenso von der persönlichen Vorliebe.

Die fertigen Scheiben werden mit Schmirgelpapier (unterschiedlicher Körnung , das feinste zuletzt) abgeschliffen. Dies bringt auch die Maserung hervor. Nach dem Abschleifen, wenn das Holz ganz glatt ist, können die Scheiben geölt werden. Das nährt das Holz, verhindert Trockenheitsrisse und bietet Schutz vor Verschmutzungen. Entscheidet man sich für eine Lackierung (einige lehnen dies ab, da es das Holz künstlich versiegelt), verzichtet man auf das Öl und lackiert nach dem Ritzen und Färben (ist die Farbe wischfest und nicht fettlöslich, kann man auch nach der Fertigstellung ölen). Das Öl braucht ein paar Tage, bis es eingezogen ist.

Dann zeichnet man die Runen mit einem dünnen Bleistift vor und schnitzt sie in das Holz. Das ist am einfachsten mit einem Schnitzmesser zu bewerkstelligen, indem man zu beiden Seiten des Bleistiftstrichs je einen Schnitt ansetzt, der unter dem Strich v-förmig zusammentrifft, so daß man den entstandenen Überschuß einfach entfernen kann. Dies minimiert das Risiko durch abgerutschte Messer verunstalteter Scheiben und Finger. Wenn alle Runen geschnitzt sind, färbt man sie beliebig ein.

Die aus einem Ast gesägten Runenscheiben weisen auch die Form des Astes im Querschnitt auf, d. h. leichte Unregelmässigkeiten geben den Runen Charakter. Hölzerne Runenscheiben können so vielfältig sein wie ihre Pendants aus Stein, jede Holzart mit ihrer charakteristischen Farbe und Maserung hat seine besondere Wirkung. Der Vorteil der Holzrunen ist, daß sie sich gut für Orakelwürfe eignen und - wegen ihres geringen Gewichts - auch als Reiseset.

Es gibt auch fertige Rundhölzer zu kaufen, die man sich nur noch zurechtsägen muss bzw. fertig gesägte Scheiben. Die wirken natürlich gleichmässiger, aber auch weniger charakteristisch und individuell. Ob man auf vorgefertigtes Material zurückgreifen will, muss jeder selbst entscheiden, hängt auch von der gewählten Holzart ab. Geeignet für Menschen ohne Ausrüstung, ohne handwerkliches Geschick oder für die ganz Eiligen ...

Silver, 03/2005

Nanas

Nanas heißen die prallen Weiberfiguren der Künstlerin Niki de Saint-Phalle, die u.a. durch ihren Tarotgarten in Italien weltbekannt ist.
Genau solche Nanas werden hier gebastelt. Nur ein bisschen kleiner.

Die Zutaten:

* Lufttrocknende Modelliermasse
* Alufolie
* Plastiktischdecke o.ä. als Unterlage
* Tasse mit Wasser
* Gabel, Nadel o.ä.
* Farben zum Bemalen

Als erstes aus Alufolie einen festen, birnenförmigen Alukern formen. Das spart Masse und Trockenzeit. Im Beispiel ist der Kern ca. fünf bis sieben Zentimeter hoch. Dieser Kern wird mit einer dünnen Platte aus Modelliermasse umkleidet. Falten und Stöße glattstreichen. Mit etwas Wasser geht das sehr gut.

Nanas

Zwei größere und zwei kleinere Kugeln formen: das werden Po und Busen. Vor dem Ansetzen beide Flächen mit Gabel oder Nadel etwas aufrauen, dann kleben sie besser aneinander. Kanten gut verstreichen.

Nanas

Einen Kopf aus einer fünften Kugel bekommt sie ebenfalls. Hier im Bild ist die aufgeraute Fläche am Torso erkennbar.

Nanas

Für Arme und Beine werden insgesamt vier schupfnudelförmige Wülste benötigt. Wieder die Flächen vorher aufrauen, mit Wasser die Kanten glattstreichen. Welche Haltung die Nana einnehmen soll, muss spätestens jetzt entschieden werden. Soll sie sitzen, tanzen? Purzelbaum schlagen, knien - Nanas können grundsätzlich alles:

Nanas

Nanas

Nanas

Zum Schluß nochmal kontrollieren, ob alles glattgestrichen ist, alle Kanten gut "verklebt" sind. Das Trocknen wird ein bis zwei Tage dauern. Da dabei viel Flüssigkeit verloren geht, immer wieder mal prüfen, ob keine Risse entstehen. Falls doch, mit einer dünnen Wurst aus Modelliermasse den Riss vorsichtig auffüllen, wieder mit Wasser anfeuchten und gut verstreichen.

Wenn alles trocken ist, können die Nanas nach Belieben bunt angemalt werden.

Phoenixe & die Vollmondweiber, 08/2005

Geister-Maske

Hier ist keine Maske gemeint, die man sich selbst aufsetzt. Masken können zb auch Geister, Gottheiten oder Ahnen repräsentieren. Ein Beispiel sind zb afrikanische Masken, die von manchen Leuten als "Ethnokunst" gesammelt und an die Wand gehangen werden. Viele von denen kann man gar nicht aufsetzen, sondern das sind eigentlich kultische Objekte.

Hier also eine Möglichkeit, sich selbst mit einfachsten Mitteln eine Maske zu machen. Als Material brauchen wir:

* weiße Bastelmasse selbsthärtend, "Pseudo-Ton"
* kleine Steinchen, Muscheln, Samen o.Ä. (kann man weglassen)
* Wasserfarben
* Brett als Unterlage

Die Bastelmasse kurz durchkneten bis sie glatt und homogen ist. Dann eine ovale Platte in Gesichstform ausrollen oder formen, auf dem Brett. Grob einzeichnen wo die Augen und der Mund und die Nase sind und dann mit der restlichen Bastelmasse das Gesicht modellieren. Die Augenlöcher mit einem Messer ausschneiden. Steinchen, Muscheln, Samen oder andere Elemente können in die Masse gedrückt werden um die Maske zu verzieren. Wenn man sie an die Wand hängen will ein Loch für einen Nagel oder ne Schraube oben rein machen. Danach lässt man die Maske ein paar Tage trocknen.

Wenn sie trocken ist kann sie mit Wasserfarben oder anderen Farben angemalt werden.

Geistermaske

Je nachdem aus welcher magischen Richtung du kommst gibt es mehrere Möglichkeiten das Aussehen der Maske zu bestimmen. Wenn du zb eine Gottheit darstellen willst oder eine AhnInnenmaske dann würde ich es so machen, daß du dich in die "Traumzeit" oder auf eine Trancereise begibst um eine Vision davon zu bekommen wie sie aussehen soll und zb was für Symbole du draufmalen sollst, oder welche Dinge in die Masse eingearbeitet werden sollen.

Andere Methoden wären zb nach Analogien oder Korrespondenzen vorzugehen, oder beide Dinge zu kombinieren (Analogien sammeln, Infos aus Büchern oder so, und Trancereise). Oder man lässt die Maske einfach entstehen und versucht nicht zu steuern wie sie aussehen soll, also man lässt sich die "Hand führen".
Oder man versucht einfach ein traditionelles Muster nachzubilden, wie zb das klassische Gorgonenhaupt oder die Trinacria (Sizilianisch).

Bastelmasse gibt es in Bastelläden, ich weiß jetzt die genaue Produktbezeichnung nicht. Es gibt sie aber als "Ton-Art" die so ähnlich ist wie Ton, und als "Holz-Art" (die ich aber nicht getestet habe). Bei Unsicherheit im Laden nach selbsthärtender Modelliermasse fragen.
Wer keine Bastelmasse kaufen will kann auch eine Maske aus Salzteig machen, dieser muß aber noch gebacken werden. Hier mal schnell das Rezept

Distelfliege, 01/2005

Salzteig-Rezept

Zutaten:

* 2 Teile Mehl
* 1 Teil Salz
* ganz wenig Wasser

Aus Mehl und Salz mit möglichst wenig Wasser eine formbare Masse kneten.
Zum Härten muß sie im Ofen bei 150 Grad gebacken werden. Das kann je nach Dicke des Stücks unterschiedlich lange dauern. Im Internet steht 45 Minuten, aber das einzige Mal daß ich was aus Salzteig gemacht habe (es war auch nicht dicker als die Maske die abgebildet ist) mußte ich das ein paar Stunden backen bis es hart war.

Distelfliege, 01/2005

Wachsmagie

Wachsreste lassen sich auch auf magische Art wiederverwenden. Im Prinzip funktioniert das ähnlich wie beim Bleigießen zu Silvester:

Das Wachs wird erhitzt und in eine bereitgestellte (alte) Schüssel oder Dose mit kaltem Wasser gegossen. Anhand der entstehenden Formen kann dann gedeutet werden. Man die entstandenen Formen aber auch einfach eine Zeitlang nur schön finden - und dann wieder einschmelzen :-)
Wachsmagie

Die Idee dazu stammt nicht von mir, sondern von Scott Cunningham:

* Handbuch der Natur- und Elementarmagie
* Handbuch der Natur- und Elementarmagie II

Wachsmagie II

Eine andere, praktische Form der Wachsmagie ist das Verwenden von Kerzen als Symbol(trägerinnen). Die Kerze sollte dabei nicht zu dünn sein, damit genügend Fläche zum Einritzen, Gestalten des Symbols bleibt. Aber auch nicht zu dick und hoch, da sie in absehbarer Zeit abzubrennen sein soll.

Runen eignen sich dafür sehr gut, aber auch z.B. Planeten- oder Tierkreissymbole. Natürlich können auch eigene entworfen werden.

Solange das Symbol wirken soll, wird die Kerze einfach im Zimmer/am Altar aufgestellt. Hat es seine Wirkung getan, wird die Kerze einfach angezündet und so das Symbol den Elementen geopfert, in die Freiheit entlassen.

Eine einfache und wirkungsvolle Methode.

Zauberweib, 02/2005

Windlichter auf die Schnelle

Zutaten:

* Teelichte
* Backpapier
* Klebeband
* Schere
* optional: Farbstifte

Von einer Rolle Backpapier wird ein etwa 5-8 cm breiter Streifen abgeschnitten. Auf diesem Streifen abmessen, wieviel gerade mal reicht um ein Teelicht zu umhüllen; dort eine Markierung einzeichnen und das Stück abschneiden. Mit Glück reicht die Breite einer Rolle exakt auf 3 Teelichter, so daß kein Verschnitt anfällt.

Dieses Stück legt man jetzt um ein Teelicht und klebt es mit Klebeband zusammen. Weil Backpapier anti-haftend ist, muss das Klebeband einmal ganz herumgehen, sonst hält es nicht. Das ist ziemliche Fummelei, besser gehts wenn man das Stück Papier erst flach auf den Tisch legt, eine lange Seite mit Klebeband beklebt, es dann ums Teelicht legt und dann erst das Klebeband noch einmal ums Teelicht herumführt. Das ganze sollte aber locker auf dem Teelicht sitzen. Denn zum Anzünden muss das Teelicht in der Umhüllung nach oben geschoben werden können, sonst besteht die Chance, das Papier abzufackeln.

Benutzung: Sobald das Wachs des Teelichtes ganz verflüssigt ist, sollte das Windlicht nicht mehr bewegt werden, da der Docht dann an den Rand rutschen kann und die Flamme dem Papier dann zu nahe kommt, und es promt abbrennt. Ansonsten reicht der Abstand Papier-Flamme erfahrungsgemäss völlig aus. Falls es doch dazu kommt, daß das Papier Feuer fängt, brennt es sehr schnell ab, und sollte daher auf einer feuerfesten Unterlage verwendet werden. Die Zeit, die das dünne Backpapier zum verbrennen braucht, dürfte aber nicht reichen, um die Umgebung in Brand zu setzen.

Die Papierhüllen können natürlich noch mit Symbolen oder Bildern verziert werden. Der Transport ist sehr praktisch: Das Teelicht rausnehmen, die Hülle flachdrücken, und in einem Briefumschlag (Transportschutz, damit das Klebeband nicht abgeht) in den Rucksack stecken. Vor Ort kann das entfaltet und das Teelicht wieder reingefummelt werden. Das ist eine gute Idee, wenn man auf die Schnelle viele Windlichter braucht. Nach 10 Stück basteln hat man den ca. Dreh raus ;)

Teelichte brennen ca. 4-5 Stunden. (Um eine Orientierung zu haben wann man die Illumination anwirft)

Distel, 09/2005

Kerzen gießen

Kerzen- und Wachsreste müssen nicht weggeworfen werden, sondern können einfach zu neuen Kerzen wieder eingeschmolzen werden. Einzige Ausnahme: die kleinen Stummelreste von selbstlöschenden Kerzen nicht verwenden!

Du brauchst:

* eine saubere Konserven- oder Cappucchinodose
* Wachsreste
* Baumwollfaden
* Klorollen (nur die leere Papprolle)
* Zahnstocher o.ä.
* Auflaufform o.ä mit feuchtem Sand gefüllt
* Herd und Topflappen

Die leere, saubere Metalldose brauchst du zum Einschmelzen der Wachsreste. Sie muss nicht ins Wasserbad gestellt werden, sondern kann direkt auf der Herdplatte erhitzt werden. (Es versteht sich von selbst, dass du während der ganzen Zeit dabei bleibst, und nicht zwischendurch mal für ne Stunde einkaufen gehst).
Sobald das Wachs geschmolzen ist, kannst du letzte Dochtreste oder kleinere Verunreinigungen mit einer Gabel vorsichtig rausfischen.

Als Kerzenform eignet sich eine leere Klorolle. Aber auch andere Pappverpackungen, solange sie keine Löcher oder Risse haben.
Die Klorollen in ein Gefäß mit Sand stecken; der Sand verhindert zuverlässig das Auslaufen des flüssigen Wachses.

Für einen neuen Docht am einfachsten Baumwollfaden verwenden. Ist er zu dünn, eine Kordel von der passenden Dicke drehen. Wichtig: es muss reine Baumwolle sein - der Docht soll schließlich brennen und nicht schmelzen. Testen lässt sich das durch Anzünden eines kleines Fadenstücks im Aschenbecher: brennt es sauber ab, ist es Baumwolle, schmilzt und schmort es vor sich hin (und stinkt) ist es als Docht ungeeignet. Der Docht lässt sich mithilfe von Zahnstocher o.ä. und Knoten auf der richtigen Länge in die Klorolle mittig einspannen.

Docht

Das Ganze dann fest (und gerade) in den Sand drücken. Wachs vorsichtig eingießen. Während dem Festwerden zieht sich das Wachs zusammen, als Folge ergeben sich "Löcher" an der Oberseite. Hier einfach nochmal (wiedererwärmtes) Wachs nachgießen, evtl. wiederholen.
Wenn das Wachs fest ist - ca. nach 2 Stunden - kann die Klorolle "abgeschält" werden. Dies geht leichter, wenn die Kerze noch warm (aber druckfest!) ist, als wenn man z.B. bis zum nächsten Morgen wartet.
Im Prinzip ist die Kerze damit fertig. Am unteren Ende Dochtrest abschneiden, evtl. noch begradigen. Als Alternative bietet sich an, ein Weinglas etwas mit Sand zu füllen, und dies als Kerzenhalter zu verwenden. Sieht gut aus und gibt sicheren Halt. (Vorsichtshalber aber nicht gerade die teuren Kristallgläser verwenden).

Form

Die Kerze selber kann natürlich noch nach Belieben verziert werden. Z.B. mit Wachstiften, Wachsplatten - oder man geht mit Messer ran und schnitzt Muster rein. Kleiner Trick: die Vertiefungen gut ausarbeiten, nicht zu filigrane Muster gestalten. Am Ende die Kerze noch einmal kurz in heißes Wachs tauchen (Schmelzgefäß schräg halten und Kerze drin drehen). So bekommt das Muster einen Überzug und lässt es weicher aussehen. Dies muss allerdings ausprobiert werden, im schlimmsten Fall kann damit ein kunstvolles aber zu flaches Ornament auch zerstört werden.

Verzierung

Kerzen ziehen

Zutaten:

* ein alter Topf
* eine hohe runde Blechdose(z.B. für Kaffee)
* ein alter Holzlöffel
* 1,5 kg Paraffin in Pastillenform
* ca. 50 g Bienenwachs
* Docht (Meterware)
* Kerzenfarbe oder Wachsstifte bzw. -blöcke aus gefärbtem Bienenwachs in der benötigten Tönung
* Alufolie
* Butterbrotpapier
* fein gemahlene Kräuter, Gewürze etc., passend zur magischen Absicht

Paraffin darf grundsätzlich nur in einem Wasserbad erhitzt werden! Wasser im Topf erhitzen, die mit Paraffin gefüllte Blechdose hineinstellen und warten, bis es vollständig geschmolzen ist. Paraffin bei Bedarf behutsam nachfüllen, bis die Dose fast mit flüssigem Wachs gefüllt ist. Ein Zusatz von ca. 5% Bienenwachs (auf die Gesamtmenge) verbessert die Brenneigenschaften der Kerze. Ist das Wachs vollständig geschmolzen, die Kerzenfarbe zugeben und ebenfalls schmelzen lassen. Die Mischung sollte möglichst dunkel sein (es sei denn, man möchte eine Pastellfarbe erzielen), da die Kerzen im erkalteten Zustand heller ausfallen. Jetzt kann man, wenn man möchte, Zusatzstoffe wie Kräuter oder Gewürze zugeben, die die magische Wirkung der Kerzen verstärken. Um ein gefahrloses Abbrennen zu gewährleisten, sollten die Substanzen möglichst fein gemahlen sein.

Man sollte die Arbeitsplatte mit Alufolie abdecken. Den Docht zurechtschneiden; Kerzen werden paarweise gezogen, jedes Dochtstück sollte etwas mehr als die doppelte Länge einer Kerze haben. Es empfiehlt sich, wegen des Aufwandes, etwa fünf Kerzenpaare herzustellen.

Man faßt das erste Dochststück in der Mitte und hängt die beiden Enden in das Wachs. Herausziehen und über eine Schnur oder eine Leiste hängen, so daß die gewachsten Dochte nirgendwo anstoßen. Während das erste Paar auskühlt, die übrigen Dochte ebenfalls in das Wachs tauchen. Es ist sehr wichtig, die Kerzen zwischen den einzelnen Tauchbädern abkühlen zu lassen und sie rasch aus dem Wachs herauszuziehen, damit das bereits am Docht befindliche Wachs nicht wieder abschmilzt. Falls dem Wachs Substanzen zugesetzt wurden, ab und zu mit dem Holzlöffel umrühren.

Haben die Kerzen die gewünschte Dicke erlangt, rollt man sie in dem Butterbrotpapier ein paarmal hin und her, um eine möglichst gerade Form zu erhalten. Zum Abschluß nochmals in das Wachs tauchen und dann auskühlen lassen.

Den Wachsrest in der Dose auskühlen lassen. Für einen neuen Satz Kerzen wird die fehlende Menge Paraffin, Farbe und Kräuter etc. aufgefüllt. Sie fällt relativ gering aus! Für jede neue Farbe sollte man eine eigene Dose verwenden.

Selbstgezogene Kerzen sind unregelmäßer als gekaufte, dafür kann man die Inhaltsstoffe selbst bestimmen und hat einen riesigen Spielraum, was die Farben angeht.

Die Kerzen können für jeden Zweck sehr individuell hergestellt werden. Wer sich über die Zutaten für den magischen Zweck nicht einig ist, kann Analogietabellen konsultieren. Letztlich gilt aber, dass man sich bezüglich Farben und Zutaten auch auf sein eigenes Gefühl verlassen sollte.

Silver, 03/2005

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