Donnerstag, 7. Dezember 2006

Wachs entfernen

Beim Kerzengießen - um die Bilder machen zu können - ist mir ein kleines Malheur passiert: Das Wachs lief über, die Herdplatten total versaut.
Grundsätzlich lässt sich Wachs im getrockneten Zustand leicht entfernen. Hier gabs aber wegen der Menge einen Schmierfilm (außerdem jede Menge Gestank!), der auch getrocknet kaum zu entfernen war.
Die Lösung: alle Herdplatten für 5 Min einschalten. Damit wird das gesamte Kochfeld warm, Wachs schmilzt und lässt sich mit alten Zeitungen oder Küchentüchern sauber abwischen. Ganz ohne Chemie.

Räucherkram unterbringen

Einen Tipp zur Aufbewahrung von Räucherzeugs hat Distel auf ihrem Blog veröffentlicht:
Distels Tipp.

Einen anderen Tipp hab ich von Elfchen, schon live gesehen: Sie hat ihren Räucherkram in Reagenzgläsern verpackt, mit Korken verstöpselt. Grad für Räuchermischungen, von denen ma ja eh nicht soo viel auf einmal mischt, super geeignet. Das alles hat sie in einem kleinen Körbchen deponiert, das tatsächlich so aussieht, als wär es genau dafür gemacht worden :)

Und noch mein Tipp: ich bring alles in Honiggläsern unter. Davon hab ich ne Menge, und sie sind alle gleich. Beschriftet hab ich sie ganz simpel mit einem schmalen Papierstreifen, mit Tesa überklebt. So kann alles wieder entfernt werden.
Und für die kleinere Mengen/Eigenmischungen hab ich längst unser Gewürzregal zweckentfremdet :)

Talisman-Tipps

Talismane lassen sich gut aus Altmaterial herstellen. Zum Beispiel eignen sich alte (Werbe)CDs hervorragend als Unterlage. Darauf läßt sich alles mögliche an Symbolen und Gegenständen Malen, Ritzen, Brennen, Kleben.
Einfach das Passende für dein Thema zusammensuchen, arrangieren, befestigen. Fertig. Durch das Loch in der Mitte an der Wand aufhängen.

Als Gegenstände und Symbole eignen sich: Runen, Planeten, Zahlen, Tierkreiszeichen, Tiere, Pflanzen, Metalle, Hölzer, Samen, Farben, Fotos, Tarotkarten, Spielzeug, Andenken wie Muscheln, Steine, Wüstensand, - der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Weiterlesen zum Thema: Talismanmagie / Kala und Ketz Pajeon

Hexenhut selbstgestrickt

Von Nimue kam der Link zum Hexenhut - selbstgestrickt. Ich war von dem Bild so begeistert, dass ich den sofort nachstricken musste. Und deshalb kann ich den Link auch guten Gewissens hier posten :)
Einzige Anmerkung: Wenn auf der Wolle z.B. "für Nadeln 3,5 - 4" angegeben ist, ruhig 3er Nadeln nehmen, damits schön fest wird. Umso besser "steht" er dann :) Und am Anfang Rundstricknadeln nehmen - bei 240 Maschen werdet ihr mit nem Nadelspiel nicht glücklich!

Briefumschläge

Selbstgemachte Briefumschläge auf die Schnelle:

* einen vorhandenen Umschlag vorsichtig auseinandernehmen und als Vorlage verwenden. Als Papier sind Geschenk-, Pack-, Buntpapier oder alte Zeichnungen geeignet.

* andere Möglichkeit: einen Pappdeckel in der Größe des Inhalts zurechtschneiden als Vorlage (lieber ein klein wenig größer). Dies über Eck aufs zu verwendende Papier legen - an allen vier Seiten sollten Ecken überstehen. Drei davon umknicken, festkleben (nur das Papier, nicht die Pappe). Oberes Ende vorfalzen. Pappe raus, Brief/Inhalt rein. Zukleben. Fertig.

Runensterne

Ein quadratisches (oder rundes) Papier diagnal falten. Nochmal auf Hälfte und nochmal. Eben so oft es noch leicht geht und der Packen nicht zu dick wird - schließlich muss die Schere noch durchkommen.

Runenumriss vorzeichnen. Wichtig ist, dass auf beiden Seiten eine geschlossene Kante bleibt, damit der Kreis geschlossen bleibt. Ausschneiden, aufmachen, fertig ist der Runenstern, dessen Ursprung meist gar nicht mehr anzusehen ist.
Das Bild hier stellt Fehu dar. Mit bunten Papieren siehts natürlich noch besser aus.

Auch toll: Eine Schablone machen und zwei identische Sterne herstellen. Die Lücken des einen Sternes mit Transparentpapier hinterkleben, den zweiten Stern dagegenkleben.

Musikinstrumente Selberbauen

Durch Zufall hab ich eben eine feine Seite mit allerlei Musikinstrumenten zum Selberbasteln gefunden.
Außerdem gibts dort noch weitere tolle Basteltipps - garantiert einfach nachzumachen (leider ohne Bilder) - da es sich um kindergarten-workshop.de handelt :)

Kerzen-Pen

Ein Tipp von Selket, um Kerzen schnell und einfach zu verzieren:

Es gibt sog. Kerzen-Pens, mit denen man Kerzen bemalen oder auch beschriften kann. Ist z.B. prima zum Aufmalen von Runen oder Symbolen bei Kerzenritualen oder einfach nur um Kerzen individuell zu schmücken. Geht kinderleicht und man kann die Farben mischen. Direkt aus der Tube auftragen oder mit einem Pinsel. Ein Beispielbild gibts hier.

Die Kerzen-Pens gibts im Bastelladen, lt. Selket sporadisch aber wohl auch im Discounter. Danke für diesen Tipp!

magische Bohnen

Ein Tipp von Morgazteer:

Für Talismane, Ketten und ähnliches eignen sich dicke weiße Bohnen hervorragend. Sie lassen sich mit einem Dremel durchbohren, Symbole, Runen etc. können eingeritzt oder aufgemalt werden. Auf ein Lederband aufziehen, fertig.

Amulett basteln

Eine tolle Idee zum Amulette-basteln und gleichzeitigem "Recycling" von Kerzenresten hat Aruna auf ihrem Weblog veröffentlicht:

kraehennest.twoday.net

Recycling-Idee

Zum Thema Buchbinden ist mir noch eingefallen: woher all das Papier nehmen? Oder anders gefragt: warum all die Reklame, Telefonrechnungen, Testausdrucke usw. wegwerfen, wenn da auch ein gutes Notizbuch draus werden kann?

Der Umwelt tuts gut, und dass bei manchen Eigenbindungen die linke Buchseite oftmals dann schwer zu beschreiben ist (von der Handhabung eben), ist hier egal, weil es ja da keine linke Seite gibt :)

Spinnennetz

Du brauchst:

* Metallring
* Paketschnur, Wolle, Schere, evtl. Teppichklebeband zum Fixieren
* Perlen, Federn, Muscheln, etc. zum Dekorieren

Den hier hab ich für eine liebe Freundin gebastelt. Dazu werden vier Fäden gespannt. Tipp: nicht ganz an der Mitte ausrichten, erst nach dem Festknoten zurechtrücken, dann werden sie gut straff. Den Metallring fest mit der Schnur umwickeln (Anfang ggf. mit Teppichklebeband fixieren), überstehende Knotenenden dabei mit reinwurschteln, bzw. lang lassen zur weiteren Verzierung. Ich hab hierfür normale Paketschnur genommen.

Fürs Innenleben hab ich ein Effektgarn genommen. Jeder Strang wird zweimal umwickelt, dann gehts weiter zum nächsten. Auf die Art kommen gleichmäßige Abstände zustande und es kann auch nix verrutschen.

Dann noch mit Perlen und Federn dekorieren. Fertig!

Papierschöpfen

Zum Papierschöpfen brauchst du einige Zutaten:

* Mixer, alternativ geht auch der Pürierstab des Handmixers
* 2 Schüsseln, 1 Sieb, eine Waschwanne
* Rohmaterial: Altpapier, Eierkartons, Zigarettenschachteln, Tonpapier
* (Kräuter, Gräser, Zwiebelschalen, Fäden, Bänder, etc.)
* Handtücher, viele Haushaltstücher, zwei Holzplatten
* zweiteiliger Schöpfrahmen

Papierschöpfen

Der Schöpfrahmen lässt sich relativ einfach selber basteln: zwei gleichgroße Holzrahmen zusammensetzen (z.B. mit einfachen Eisenwinkeln festnageln); einen davon zusätzlich mit feinem Drahtgitter bespannen (am einfachsten festtackern).

Papierschöpfen

Die Haushaltstücher gibts in jedem Supermarkt, je nach Größe des Papierbogens können sie auch noch halbiert werden. Für den Anfang ist eine A5-Größe anzuraten, da sich das leichter handhaben lässt.

Abtropfen des Papierbreis

Die Kräuter und andere Zugaben können dem Papierbrei zugemengt werden, um das Papier optisch aufzuwerten bzw. magisch aufzuladen: Soll das fertige Papier z.B. für das Buch der Schatten verwendet wird, können reinigende Kräuter wie Salbei für Loslass-Zauber verwendet werden, Rosenblätter, Rosmarin für Harmonisierung, usw. Es ist übrigens auch eine gute Möglichkeit, Reste von Räuchermischungen zu "entsorgen".

Falls Kräuter zugegeben werden sollen, diese als erstes in den Mixer geben und trocken kleinhäckseln. Dann können Rohstoffe und Wasser zugegeben werden, nochmals durchmixen. Zuerst lieber etwas weniger Rohmaterial nehmen, den Mixer gut über die Hälfte mit Wasser auffüllen. Gut durchmixen.

Papierschöpfen

Den Mix in das Sieb gießen, das Wasser in einer Schüssel auffangen - kann für weitere Mixgänge wiederverwendet werden! Während die nächste Portion zerhäckselt wird, kann die erste abtropfen. Diese in die 2. Schüssel geben, nächste Portion im Sieb wieder abtropfen lassen, usw.

das Schöpfen

Sehr gut eignen sich Zigarettenschachteln als Rohmaterial, sowie Eierkartons. Aber auch Altpapier (Zeitschriften, wenn überhaupt, nur zu einem geringen Teil verwenden, da hier sehr viele Lacke enthalten sind) oder Tonpapierreste vom Basteln eignen sich gut. Ruhig mal etwas rumprobieren, mit sehr fein hacken bis grobe Häcksel - ergibt nette Effekte beim fertigen Papier.

Eine Waschwanne o.ä., in der der Schöpfrahmen mit deinen Händen gut Platz drin hat, mit (angenehm warmen) Wasser füllen, Restwasser vom Mixvorgang dazunehmen. Eine der Holzplatten (größer als die Papierbogen) mit einem weichen, saugfähigen Baumwolltuch oder mehreren Lagen Haushaltstücher glatt belegen.

Papierschöpfen

Eine Handvoll Papierbrei in die Waschwanne geben, gut durchrühren. Den Holzrahmen auf den Siebrahmen legen, flach eintauchen, langsam und waagrecht hochheben. Das Wasser fließt ab, Der Brei saugt sich am Sieb fest. Dieser Vorgang muss evtl. etwas geübt werden. Leicht nach allen Seiten kippen, damit das Wasser gleichmäßig abfließen kann.

Den Holzrahmen abnehmen und beiseite legen, Siebrahmen mit Papierbreiseite nach unten vorsichtig auf das Haushaltstuch legen und festdrücken ("abgautschen"). Mit einem saugfähigen Tuch von der obenliegenden Siebrückseite das Wasser zusätzlich aufnehmen, Tuch über der Wanne ausdrücken, Vorgang wiederholen. Dann den Siebrahmen vorsichtig abheben, der Papierbogen soll dabei auf dem Tuch liegen bleiben (und nicht einreißen). Ein weiteres Haushaltstuch glatt darüberlegen.

Papierschöpfen

So weiterarbeiten, immer eine Lage Papier, eine Lage Haushaltstuch. Wird der Brei ("Pulpe") auf dem Sieb zu dünn, wieder nachfüllen. Am Ende einfach zwei Bögen Papierbrei aufeinandergautschen - statt zwei dünner Bogen erhältst du so einen normalstarken. Auf die letzte Lage noch einige Haushaltstücher geben, zweite Holzplatte obendrauf.

Das Paket in die Dusche oder auf die Terrasse o.ä. legen und draufstellen, dabei vorsichtig das Gewicht nach allen Seiten verlagern, so dass das Wasser gleichmäßig ablaufen kann.

Nun werden die einzelnen Bogen zum Trocknen aufgehängt. Dazu vorsichtig Tuch für Tuch als Träger je eines Blattes abziehen und an der Wäscheleine aufhängen. Vorsicht im Freien: zuviel Wind kann ein Reißen oder "verkleben" der noch nassen Seiten bewirken.

Papierschöpfen

Je nach Witterung sind die Seiten innerhalb von 24 Stunden trocken und können vorsichtig vom Tuch abgelöst werden. Traditionell werden die leicht welligen Seiten nun noch stundenlang gepresst; einfacher gehts, diese mit dem Dampfbügeleisen ("Baumwolle" einstellen) von beiden Seiten aufzubügeln. Den gebügelten Papierstapel über Nacht unter ein paar dicke Wälzer legen, fertig.

Achtung! Das in der Wanne verbliebene Wasser niemals in den Abfluss von Badewanne, Dusche oder Waschbecken kippen! Besser ins Klo, noch besser: ins Blumenbeet. Vertrau mir: egal wie "leer" das Wasser auch wirken mag, der restliche gelöste Papierbrei reicht in jedem Fall aus, um den Abfluss zu verstopfen!

Papierschöpfen

Bindemaschine

Am einfachsten ist es, ein Buch mit einer Bindemaschine zu binden. Die gibts schon ab ca. 20 Euro (z.B. bei pearl, Binderücken auch bei office-discount) zu kaufen. Je nach Dicke des fertigen Buches gibt es verschiedendicke Binderücken, auch in unterschiedlichen Farben.
Diese einfachen Maschinen funktionieren wie ein Locher, außerdem haben sie eine Vorrichtung, in der das Rückenteil eingespannt werden kann, um die gelochten Blätter einlegen zu können. Der Locher kann 3 Blätter auf einmal lochen, nicht zu starke Pappdeckel gehen auch noch. Es muss nicht viel rumgefummelt werden mit Rücken berechnen, da es nur zwei Deckel gibt, die einzeln gearbeitet werden. Die Rückseite liegt dabei auf Stoss mit dem Buchblock, nur die Außenseiten sollten wieder etwas überstehen.

Bindemaschine

Wenn alles fertig gebunden ist, die erste bzw. letzte Seite an den Deckel kleben, so dass die Innenseite kaschiert ist. Fertig.

Diese Bücherart eignet sich gut, wenn du gern was einklebst, da die Rückenstärke ziemlich flexibel bleibt - notfalls einfach eine Nummer größer nehmen. Auch praktisch: Schmierpapier kann auf die Art gut verwendet werden (auf der rechten Seite - bei RechtshänderInnen - schreibt es sich eh leichter als auf der linken Buchseite). Entweder blank, oder wenn du lieber Kästchen magst: im Tabellenkalkulationsprogramm (z.B. von OpenOffice.org. Excel tuts notfalls aber auch ;-) ) Spalten und Zeilen auf entsprechende Größe bringen, Rahmen einschalten. Ausdrucken. Fertig.

Bindemaschine

Fadenbindung

Der Anfang ist fast genauso wie bei dem kleinen Buch. Zum Teil werd ich mich darauf beziehen. Notfalls also dort nochmal nachlesen. Du brauchst:

* Blätter, Pappe für den Buchrücken, dickes Klebeband
* Kleber, Schere, dünne Paketschnur o.ä.
* Geschenkpapier o.ä. für den Einband
* Locher

Vorsatzblätter mit Lochung

Blätter auf gewünschte Größe zurechtschneiden. Für diese Art der Bindung sollten es ruhig ein paar mehr sein. Also ca. 1-2 cm dicker Stapel. Dieser oben, unten und mittig gelocht, so dass 6 Löcher vorhanden sind. Bei großen Blättern auch mehr. Auf zwei Seiten die Lochkante (vorm Lochen) mit Klebeband extra verstärken. Dies werden die Vorsatzblätter zum Einhängen des Buchblocks und sollen ja nicht gleich ausreißen. Die gelochten Blätter mit je einem Vorsatzblatt drüber und drunter aufeinanderlegen, die unschöne Seite jeweils nach außen.

Fadenbindung

Nun werden die Blätter zusammengenäht. Von hinten nach vorn durchfädelnd alle Löcher von oben nach unten und dann wieder zurück. So dass die beiden Enden links und rechts vom selben Loch raushängen. Locker zusammenknoten, da der Knoten evtl. nochmal gelöst werden muss.
Jetzt das "Buch" einmal aufschlagen. Es sollte leicht gehen und die Blätter flach nebeneinander liegen. Klappt das noch nicht so, den Knoten lösen und die Bindung gleichmässig lockern. Dabei an allen Kreuzungspunkten der Fäden ziehen. Nun werden die Buchdeckel zurechtgeschnitten.

Fadenbindung

An den Außenrändern sollen sie je 1 mm überstehen, innen vor der Lochung aufhören. Der Gesamtabstand zwischen den beiden Deckeln kann wie bereits beschrieben ausgemessen werden, oder du nimmst den direkten Weg: Wenn die Deckel auf die richtige Größe zugeschnitten sind, jeweils den Rand an der Loch-Seite (außen!) mit etwas Kleber bestreichen, den Block dabei gut festhalten, so dass nichts mehr verrutschen kann. Auf ein Stück Papier legen, andrücken, das Papier um den Block legen, auf dem oberen Deckel festkleben. Überstehende Enden abschneiden. Die Gegenseite dieses Mittelstückes am besten noch mit Klebestreifen oder einem weiteren Papier verstärken.

Fadenbindung

Der Einband wird nun mit Schmuckpapier beklebt. Das Papier dazu ca. 2 cm größer zuschneiden, als den Einband, die Ecken mit ca 1-2 mm "Luft" abschneiden. Blasen- und faltenfrei aufkleben, dann die Ränder umkleben, Ecken gut rausarbeiten. Das eigentlich schwierige kommt jetzt: die verstärkten Vorsatzblätter in die Innenseite des fertigen Einbands kleben. Erst einmal zusammenlegen, um zu sehen, ob alles passt. Dann die Unterseite festkleben. Nochmal prüfen. Oberseite festkleben. Dabei den Block gut festhalten, dass nichts verrutschen kann.

Fadenbindung

Wenn alles gut geklappt hat, sollte es nun so oder ähnlich aussehen. Der große Vorteil dieser einfachen Bindeart ist, dass das Buch flach aufgeschlagen werden kann. Daraus ergibt sich gleichzeit der Nachteil: dass es insgesamt recht locker ist. Bei der vorgenannten Bindeart ist das Buch sehr fest, lässt sich aber nicht so leicht aufschlagen.

Fadenbindung

kleines Buch

Du brauchst dazu:

* Einen festen, ebenen Arbeitsplatz
* Schere, Cutter, Stahllineal, Stift
* Prittstift oder Buchbinderleim, Uhu, Schmierpapier als Klebeunterlage
* Pappdeckel (Wellpappe geht notfalls auch, sollte aber nicht zu dick sein)
* viel Papier (natürlich), Locher
* Bast (Lederschnur, Kordel, Geschenkband), ggf. Stopf- oder Häkelnadel
* Optional Heißklebepistole (zur sicheren Befestigung von Symbolen), Teppichklebeband (bei Verwendung von eher festem Einbandpapier), Selbstklebefolie (für normalstarkes Einbandpapier)
* und alles was du als Verzierung hernehmen willst.

Ich mag kleine handliche Formate, die auch in einer Jackentasche Platz haben, deshalb gelten die folgenden Beschreibungen für ein fertiges A6-Format (Postkartengrösse). Mein Vorschlag: mach ein Testbuch anhand meiner Anleitungen, dann hast du eine Vorlage für dein eigenes Buch, das du dann genau nach deinen Maßen und Wünschen gestaltest. Beim zweiten Mal geht dann sowieso alles leichter von der Hand.
Vorrichten der Lagen

Für ein Buch im A6-Format kannst du A4-Papier einmal längs und quer halbieren. Ideal wäre hierfür natürlich eine Schneidemaschine; scharfe Faltkanten und ein Küchenmesser erfüllen aber denselben Zweck. (Messer wie einen Brieföffner im Falz ansetzen, mehr als zwei Bögen auf einmal zu nehmen ist jedoch nicht empfehlenswert). Cutter und Stallineal kann man hierfür auch einsetzen, doch auch dann nicht zuviele Blätter auf einmal nehmen, damit die Schnitte sauber und gerade bleiben.

Nun musst du dir überlegen, wie dick dein Buch werden soll, damit du weisst, wieviele Blätter du falten musst. Bei 40 Seiten wären das 20 Blätter. (Jedes Blatt hat eine Vorder- und Rückseite). Plus 2 weitere Blätter im A5-Format auf Hälfte gefaltet, die den Buchblock (also die Blätter) mit dem Einband zusammenhalten.

Du kannst auch alle Blätter von A5 auf A6 falten, das erleichtert das Festhalten und Binden. Dabei kannst du 2, höchstens 3 Blätter ineinander legen. Im Beispiel wären das also 5 Lagen a 2 Blätter, plus ein einzelnes Blatt je vorne und hinten. Staple die Lagen in der Reihenfolge, wie sie im Buch erscheinen sollen, übereinander (bei einfachem Papier ist die Reihenfoge – ausser der Vorsatzblätter vorne und hinten – egal, bei bunten Lagen sollte die Reihenfolge ab jetzt immer eingehalten werden).

Jetzt geht's schon ans Eingemachte, denn nun müssen die Löcher für die Bindung gemacht werden. Hier ist es natürlich sehr wichtig, dass die Löcher bei allen Lagen an derselben Stelle sitzen. Umso gleichmässiger wird hinterher das fertige Buch. Am besten nimmst du ein weiteres (also 13.) Blatt und machst erst mal eine Probelochung. Dabei ist es sinnvoll, wenn das Papier im Locher liegt, die "Nase", die bei jeder Lochung die Mitte kennzeichnet, immer nachzumalen – so hast du eine Vorlage für alle Lagen.

Gelocht wird einmal in der Mitte, einmal am oberen Rand, so dass das Papier noch ca. 1 cm über den Locher hinausragt, und ebenso am unteren Rand. Das Ergebnis sollten dann 6 Löcher sein. Bei anderen Formaten können auch mehr Löcher erforderlich sein.

Ist das Ergebnis auf dem Probeblatt zufriedenstellend, werden damit als Schablone die anderen Lagen gelocht. Deshalb die Markierungen. Wichtig: Auch die Vorsatzblätter (also die Einzelblätter vorne und hinten) werden mitgelocht. Reihenfolge beachten!

Der Einband

Nun werden die Pappdeckel zugeschnitten. Hierfür ist genaues Messen gefragt. Der genormte Durchnittslocher positioniert die Löcher innerhalb von 1,5 cm vom Rand entfernt. Diese 1,5 cm müssen von der Blattbreite abgezogen werden. Hier wären das 10,5 cm minus 1,5 cm = 9 cm. Nun sollte der Einband aber immer etwas grösser als der Buchblock sein (nicht nur aus optischen Gründen, sondern auch, weil die Blätter so besser geschützt sind). Für dieses "etwas größer" sollte ca. 1 mm veranschlagt werden. Die Pappdeckel für vorne und hinten müssen also jeweils 9,1 cm breit sein. Die Papierhöhe ist 14,8 cm, da daran nichts weiter geändert wird, müssen nur für oben und unten je 1 mm hinzugezählt werden, also fertige Höhe der Pappdeckel jeweils 15 cm. Hier bitte genau abmessen, am besten vorzeichnen und mit dem Cutter und Stallineal sauber abtrennen. Der große Vorteil beim A6-Format ist der, dass die Rückseite von Schulblöcken völlig ausreicht, um daraus die beiden Deckel zu fertigen. Und zum Einbinden reicht normalerweise auch ein einfaches Blatt in der Größe A4 aus. Was z.B. auch sehr praktisch ist, wenn man den Einband per Drucker gestalten möchte :-)

Zur Auswahl eines geeigneten Musters bzw. Musterausschnittes kann man nun die zugeschnittenen Deckel an das Einbandpapier halten. So kann man sich leichter vorstellen, wie es später wirkt. Vor allem bei einem kleinen Buchformat wirkt das Muster doch oft anders als z.B. auf der 50 cm breiten Geschenkpapierrolle. Wenn der Buchblock (also der Papierstapel mitsamt den Vorsatzblättern) nicht höher als 1,5 cm ist, kann man zum Ausschneiden des Einbandes getrost ein Din-A4-Blatt als Größenvorlage nehmen. Hier kommt es auch nicht auf 100 % gerade Schnittkanten an. Wichtig ist, dass das Einbandpapier (oder Stoff) an allen Seiten ca. 1,5 bis 2 cm übersteht.

Um die Dicke des Buchblocks zu ermitteln, misst man am besten an der Vorderkante (also der dem Falz gegenüberliegenden Kante). Es müsste zu sehen sein, dass der Stapel an der Falzseite etwas höher (dicker) ist als ander Vorderseite. Bei der Einbandart, die ich hier vorstelle, ist es besser, den Buchblock 2 mm zu stark zu bemessen, als 2 mm zu dünn.

Die Pappdeckel dürfen nun schon mal auf dem grob zugeschnittenen Einband probeliegen. Hochkant nebeneinander. Einfach dran denken, dass hier bereits das offene Buch vor einem liegt – es fehlen ja nur noch die Blätter :-) Jetzt kann man sich grob anzeichnen, wo in etwa der obere Rand der Pappdeckel verläuft. Diese Linie sollte durchgehend mit einem Lineal sauber nachgezeichnet werden. Schließlich sollen Vorder- und Rückseite ja auf gleicher Höhe liegen.

Zwischen den Deckeln muss allerdings Luft bleiben. Hier müssen die 1,5 cm der Lochung wieder eingerechnet werde, die wir beim Zuschneiden der Pappdeckel abgezogen haben. Das Ganze natürlich zweimal (Vorder- und Rückseite), zuzüglich der Dicke des Buchblocks. Also hier 1,5 cm + 1,5 cm (Dicke des Buchblocks) + 1,5 cm [wobei die 1,5 cm für die Lochung stehts dasselbe Mass sind. Zumindest wenn man herkömmliche Locher verwendet]. Die beiden Deckel müssen also in einem Abstand von 4,5 cm auf den Einband aufgeklebt werden. Das am besten auch wieder ausmessen und anzeichnen (alle Hilfslinien selbstverständlich auf der Rückseite, also der Seite, die verklebt wird).

Wenn der Einband aus Ton-, Packpapier, Stoff oder ähnlichem festeren Material besteht, können die Deckel gleich eingeklebt werden. Bei Verwendung von normalen Schreib- oder Geschenkpapier muss (sollte) dieses zuerst mit Selbstklebefolie kaschiert werden. Die wird natürlich auf die „schöne“ Seite aufgeklebt. Hierfür die Folie in der Größe des Einbandes zuschneiden, einen schmalen Streifen der Trägerfolie auf der kurzen Seite abziehen und auf dem Einband fixieren. Hat man das faltenfrei geschafft, sich zentimeterweise festreibend weiterarbeiten, bis die gesamte Folie aufgeklebt ist. Spätestens jetzt erklärt sich der glatte und feste Arbeitsplatz :-) Mit einem weichen Tuch nochmals andrücken. Nun können die Deckel auf der Rückseite angeklebt werden.

Wer will, kann hier auf Folie verzichten, sollte dann aber zumindest den „freien“ Raum zwischen den Deckeln (hier 4,5 cm) von innen mit Teppichklebeband verstärken. Allerdings hat sich gezeigt, dass sich der Kleber durch die Löcher „zieht“ was die Bindearbeit erschwert. Hier kann ich nur einen Rat geben: probieren.

Nun liegt also der Einband mit den aufgeklebten Deckeln vor dir. Die Ecken kannst du mit ca. 1-2 mm „Luft“ schräg abscneiden, dann werden die überstehenden Laschen ringsum umgeknickt und festgeklebt. Wichtig sind hier die Ecken: Gut mit Kleber beschmieren, und mit dem Fingernagel (oder einem Löffelstiel) die Kanten gut herausarbeiten und entstehende Umschlagkanten festdrücken. Bei den langen Seiten (oben und unten) zeigt sich, wie genau du gearbeitet hast, denn diese Umschläge sollten über beide Deckel hinweg eine gerade Linie bilden. Der freie Raum in der Mitte (die 4,5 cm) werden durch den Umschlag oben und unten nochmal zusätzlich verstärkt.

Das „Einhängen“ des Buchblocks

Lege jetzt den Blätterstapel probeweise auf die Rückseite und schlage den Vorderdeckel darüber. Jetzt hast du schon mal einen ersten Eindrück, wie dein Werk fertig aussehen wird. Nun schlägst du den Deckel wieder auf, und nimmst das oberste Blatt mit. Den Buchblock legst du erst mal wieder weg, nur das letzte Blatt behältst du hier. Nun hast du also den Einband (schöne Seite nach unten) mit den beiden Vorsatzblättern vor dir liegen, deren Falzseiten jeweils zur Mitte zeigen – wie das fertige Buch eben aussehen soll. Liegen die beiden Seiten gleich auf, hier kommst du mit Augenmass vermutlich besser zurecht, als mit Metermass. An den jeweils 3 Aussenkanten sollten nun je ca. 2 mm überstehen. Wenn du dir die Löcher anschaust, dann sollten die Blätter so liegen, dass der Pappdeckel durch die Löcher gerade noch nicht zu sehen ist. Eben so, wie wir ja auch gemessen haben! Präge dir dieses Arrangement gut ein, denn genau so werden diese beiden Seiten nun eingeklebt. Damit werden die Umschlänge des Einbandes auch überklebt, weshalb hier beim Zuschneiden die große Genauigkeit auch nicht nötig war. Als Ergebnis hast du nun einen mit den Vorsatzblätter sauber verklebten Umschlag. Und die erste und letzte Seite deines Buches :-) Mit dem Cutter machst du nun anhand der Löcher in den Vorsatzblättern kleine feine Ritze in den Umschlag. Im Beispiel also 2 x 6.

Nun brauchst du Nadel und Faden (Bast, Schnur, ... ) Messe ca. die 4fache Buchhöhe ab, und fädle den Faden durch die Nadel. Nun stösst du die Blätter des Buchblocks nochmal gerade auf und legst sie sauber zwischen die beiden eingeklebten Blätter in den Einband. Von der Seite kannst du kontrollieren, dass alles gerade sitzt. Gut festhalten! Du hast jetzt dein (fast) fertiges Buch in den Händen, Vorderseite nach oben. Nun stichst du von oben nach unten ins 3. Loch von unten zählend ein und ziehst den Faden bis auf 10-15 cm durch. Dann von hinten nach vorne ins 2.letzte Loch, dann ins letzte, von dort wieder rauf ins 2, dann ins 3. - jetzt bist du praktisch wieder dort angelangt, wo du angefangen hast. Nun geht's nach oben weiter: in 3. Loch von oben, ins 2, ins oberste, zurück ins 2., ins 3. - nun liegen die beiden Enden jeweils in den mittlersten zwei Löcher auf der Vorderseite. Ggf. solltest du die einzelnen Stiche nochmals etwas nachziehen, aber nicht zu fest. Dass es zu viel war, merkst du daran, dass das Buch nach vorne aufklafft.

Die beiden Enden kannst du jetzt verknoten, Schleife binden, Dekoration mit einknoten... hier sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt – doch ein Doppelknoten ist in jedem Fall zu empfehlen.

Damit der Kleber sich beim Trocken nicht wellt, solltest du das fertige Buch über Nacht unter einem Bücherstapel o.ä. pressen. Erhabene Symbole etc. sollten erst danach angebracht werden. Ansonsten ist dein Werk nun fertig.

Wenn du magst, kannst du es noch zusätzlich weihen, ihm seinen Zweck übergeben.

Und so kann es dann aussehen:

kleines Buch

Buch der Schatten

Das berühmte Buch-der-Schatten ist spätestens seit "Charmed" jeder HexHeidMag ein Begriff. Auf den folgenden Seiten werden verschiedene Methoden vorgestellt, sich eins zu basteln.

Außerdem gibt es auch eine Anleitung, wie du selber Papier schöpfen kannst.

Wozu braucht man ein Buch der Schatten und was ist das eigentlich?

(Fast) jede "Hexe" hat ihr Buch der Schatten. Sei es als ein einfaches Notizbuch oder ein Leitzordner, sei es eine Kartei im guten alten Zettelkasten oder auf dem PC, sei es ein normales Schulheft aus dem Supermarkt oder ein liebevoll Selbstgestaltetes. Der Möglichkeiten hierfür gibt es viele, die Grenzen setzen lediglich Fantasie und der Geldbeutel. Letzteres lässt sich nach dieser Lektüre jedoch ausschließen :-)

Was den Inhalt angeht, gibt es wohl drei Hauptgruppen:

* 1.eine Art „magisches Tagebuch“
* 2.ein Arbeitsbuch (Logbuch)
* 3.eine Sammlung von Zaubersprüchen und Ritualen

Alle diese Formen sind legitim (was nicht zuletzt daran liegt, dass es niemanden gibt, der dir vorschreiben kann, wie du dein BdS zu führen hast), doch in der Praxis werden sich häufig Mischformen dieser Hauptgruppen ergeben.

Das BdS als magisches Tagebuch

Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei dieser Form um ein Tagebuch. Für diejenigen, die bereits ein „normales“ Tagebuch führen, ist es dennoch empfehlenswert, ein zusätzliches BdS zu führen. Beide erfüllen wichtige Funktionen, wobei natürlich nicht ausgeschlossen ist, dass beide Tagebücher im Laufe der Jahre mit fortschreitender Entwicklung nicht doch in einem verschmelzen. Im normalen Tagebuch hat alles seinen Platz, vom Frust am Arbeitsplatz, über Kinokarten und den ausführlichen Bericht über den Film bis hin zu der detaillierten Beschreibung des „Kaffees“ danach... :-)

Im BdS sind diese Dinge weniger interessant (deshalb auch die Empfehlung, das andere Tagebuch weiterzuführen). Die Einträge im BdS sind oft nur sehr kurz, und sie müssen keinesfalls täglich geführt werden. Hier finden Träume ihren Platz, Stimmungen, die besonders auffallen, und „Geistesblitze“ die man hat. Schon deshalb ist es ratsam, das BdS immer griffbereit zu haben. Natürlich kann man sich auch mal schnell eine Notiz auf einem Schmierzettel machen, die man dann baldmöglichst überträgt. Doch das sollte dann auch getan werden.

Wichtig sind bei den Eintragungen folgende Daten (gilt auch für die anderen Formen des BdS): Datum, Mondstand (zunehmend, Vollmond, abnehmend, Neumond) und Zyklus (es sollte zumindest vermerkt werden, wann die Blutung eingesetzt hat). All diese Eintragungen helfen im übrigen auch dazu, sich mit dem eignen Zyklus anzufreunden, mit sich selber und den Zeichen des Körpers vertraut zu werden. Wer hier ein bisschen Aufmerksamkeit sich selber gegenüber investiert, wird schon bald wissen, wann die fruchtbaren und die „sicheren“Tage sind. Aber das nur als Randbemerkung.

Das BdS als Arbeitsbuch

Wer hats in der Lehrzeit nicht verflucht, das Berichtsheft schreiben? Und nun soll man sich das frewillig antun? Keine Sorge, erstens ist es kein Muss, und zweitens wirst du schnell feststellen, dass es durchaus Sinn macht, genaue Abfolgen, Vorbereitungen, „Zutaten“ und Ergebnisse von Ritualen aber auch Rezepten aufzuschreiben. Auch hier wieder mit Datum und Mondstand versehen, ggf. auch genaue Uhrzeit – besonders bei Einbeziehung der Planetenstunden in Ritualen.

Durch das Führen eines Logbuches lässt sich immer genau rekonstruieren, was getan wurde, wie das Ergebnis war und was man ggf. beim nächsten mal anders machen sollte. Man kann hier auch Orakel-Berichte (Frage, Legung, Deutung und tatsächliches Ergebnis) mit einfügen oder sich dafür ein extra Buch anlegen.

Das BdS als Zauberspruchsammlung

Spätestens seit „Charmed“ kennt diese Variante wohl jede. Auch hier empfiehlt es sich, das Datum mit anzugeben (nicht nur deshalb, weil man so auch eine persönliche Weiterentwicklung, die sich auch in der Art der Zaubersprüche und Rituale zeigt, verfolgen kann) und natürlich, welchem Zweck das Ganze dienen soll. Schlagworte wie „Schutzzauber“, „Vollmondritual“ oder „Samhain 2004“ reichen völlig, bei letzterem erübrigt sich dann natürlich die Datumsangabe.

Für die 2. Variante (das BdS als Arbeitsbuch) muss es nicht unbedingt ein wunderschön gestaltetes Buch oder Heft sein, im Gegenteil, wenn Zeichnungen ihren Platz finden sollen (Symbole, Sigillen, etc.), ist ein Rechenheft oder -Block sogar sinnvoller. Was das erstellen, ausprobieren von Symbolen jeglicher Art angeht, ist es ratsam, sich eine Regel festzusetzen: alles was in diesem Heft steht, ist nur zur Übung, wirklich Wirkung zeigt ein Symbol erst dann, wenn es ausserhalb dieses Heftes umgesetzt wurde. So läuft man nicht Gefahr, irgendwann hunderte von Symbolen ihre Schwingungen aussenden zu lassen, die sich bestenfalls gegenseitig aufheben, schlimmstenfalls aber ein gehöriges Chaos verursachen können. Was das Übertragen von Symbolen angeht, verwende ich sehr gerne Window-Colors – was aber auch daran liegt, dass ichs gerne bunt mag :-)

Bei den anderen beiden Varianten ist es natürlich ansprechender, sich ein schönes Buch anzulegen, in das man gerne etwas schreibt. Auch hier „isst“ das Auge mit, und so kann eine ansprechende Gestaltung zu der nötigen Disziplin einer durchgängig – wenigstens – leserlichen Handschrift zu verhelfen, und dem Inhalt eben den entsprechenden äußeren Rahmen zu geben.

Natürlich ist der Handel voll von schöner Notizbücher in allen Größen und Variationen, doch wirkt das Herstellen eines Buches bereits als magischer Akt, was man jedesmal fühlt, wenn man das Buch aufschlägt, um etwas einzutragen.

Ein guter Kompromiss ist es, sich ein normales Heft oder Notitzbuch zu kaufen, und den Umschlag nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Man kann ihn bemalen, mit Geschenkpapier oder Marmorpapier beziehen, in Leder oder Stoff einbinden, eigene Symbole entweder auf Papier ausdrucken und draufkleben oder anderweitig gestalten und anbringen. Nur zu dick sollte das Symbol nicht sein – oder dann wenigstens z.B. mit Heißklebepistole gut befestigt sein.

Die Ausgaben für diese Variante halten sich wirklich in Grenzen, zumal man die „Zutaten“ (Geschenkpapier, Prittstift, Lineal und Schere) ja im Allgemeinen sowieso zuhause hat. Schöne Symbole kann man sich auch im Internet holen – doch hier sollte man drauf achten, dass einem die Bedeutung eines Symbols auch geläufig ist. Wenn du gerade damit begonnen hast, dich mit deinem Zyklus vertraut zu machen, und die Angaben hierzu in einem Buch einträgst, dass du unwissentlich mit einem Fruchtbarkeitssymbol gekennzeichnet hast, könnte das schwerwiegende Folgen haben – im wahrsten Sinn des Wortes :-)

Am schönsten und wirkungsvollsten ist das BdS jedoch, wenn du es selber herstellst. Denn dann kannst du Format und Design völlig frei nach deinen Vorstellungen wählen. Außerdem ist es einfach etwas anderes, wenn man aus einem Stapel Papier, etwas Pappe und Dekomaterial plötzlich ein eigenes Buch geschaffen hat, als wenn man ein fertig gekauftes Buch nur neu anzieht.

Göttinnendose

Dosen und Schachteln - ich kann davon nicht genug haben. Richtig toll sind die aber erst wenn man sie nach seinem persönlichen Geschmack umgestaltet. Es können ganz einfache aus Pappe (olle Zigarrenschachteln) oder Plastik (diese nette „Truhe“ von dem Leckerkram „Celebrations“ zum Beispiel) sein.

Einfach die Werbung abfriemeln und dann zerrupftes Transparentpapier aus dem Bastelladen (dieses durchsichtige, das man auch für Fensterbilder nimmt) mit Tapetenkleister oder Zelluloseleim aus dem Baumarkt aufbringen.

Die Motive, die so entstehen, sehen recht grob aus und vermitteln einen Mosaikeindruck. In so einem Schmuckstück von Dose oder Schachtel können viele Dinge Platz finden: Tarotkarten, Räucherkram und vieles mehr. Ich persönlich verschenke solche Dosen und Schachteln gerne – individueller geht’s nicht ;-)

Göttinnendose

Atreja, 04/2005

Göttinnenzwicker

Einige von euch erinnern sich sicher noch an die Zettelhalter, die aus Wäschezwickern gebastelt wurden? Diese Idee will ich hier aufleben lassen, weil sie einfach, günstig und praktisch ist.

Die Zutatenliste ist denn auch denkbar einfach:

* Holzwäschezwicker
* Karton, Kleber, Buntpapier, Farben und/oder eine Vorlage
* Schere, doppelseitiges Klebeband

Ein Holzzwicker ist einem Plastikzwicker übrigens vorzuzuziehen, da er ggf. leicht bemalt werden kann, auf jeden Fall aber eine ebene Oberfläche hat, somit leichter anzukleben ist.

"Traditionell" wird eine Vorlage auf Karton ausgeschnitten, bemalt, beklebt, dekoriert. Der Fantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt, nur die Zwickergröße muss berücksichtigt, bzw. intregriert werden.

Göttinnenzwicker

Fürs magische Basteln eignen sich Vorlagen anderer Art:

* Ein Symbol, das eine momentan begleitet (Planet, Rune, Tarotkarte, ...)
* Das Bild eines Schmuckstückes/Amuletts, ausgedruckt und auf Karton geklebt
* Reiki-, Energie-, Engel-, oder sonstige Heilsymbole
* Alles, was du dir über einen längeren Zeitraum vor Augen halten willst

Diese Liste ist beliebig erweiterbar. Übrigens kann ein großes Mandala am Arbeitsplatz helfen, dass dein Blick erst einmal da drauf fällt, bevor du dahinter kuckst, wo die Arbeit auf dich lauert :-)

Es können auch Perlen, verschiedene Stoffe, Leder, Eintrittskarten, Blätter, etc. verwendet werden und du kannst dir eine Collage gestalten. Also eine Art zweidimensionaler Altar - warum nicht?

Die Endmontage ist denkbar einfach: Auf dem Zwicker doppelseitiges Klebeband anbringen, auf die Rückseite deines Kunstwerks kleben. Fertig. Wenn du magst, kannst du den Zwicker von der anderen Seite an der Wand, am Kühlschrank, am Bildschirm, an deinem Altar,... befestigen. Somit hast du alle wichtigen Kleinigkeiten: Zaubersprüche, Katalogschnippsel von Büchern, die du noch bestellen willst, Einkaufslisten, Analogien, etc. immer im Griff.

Zwicker-Rückseite

Sauerteig-Rezept

Sauerteig-Brot ist gar nicht so schwierig. Du brauchst ein bisschen Geduld, weil der Teigansatz ca. drei Tage braucht, bis genügend Gärung vorhanden ist. Aber wirkliche Arbeit ist damit nicht verbunden.

Sauerteig

Die Zutaten für ca. 1,5 kg fertiges Brot:

* 100 g naturreiner Bienenhonig
* 3/4 l lauwarmes Wasser
* 1 kg Roggenvollkornmehl
* ---
* 1 leicht gehäufter EL Salz
* 1-2 EL Kümmel (evtl. gemahlen)

Honig im Wasser auflösen. Mehl in eine Schüssel geben, Vertiefung in die Mitte drücken, Honigwasser reingießen und mit etwas Mehl zu einem dünnen Brei verrühren. Schüssel mit einem Tuch zudecken und an einem warmen Ort gehen lassen.

Das dauert ca. 1-3 Tage, der Vorteig muss auf jeden Fall deutlich mehr geworden sein und Blasen werfen. am 1. Tag nochmals umrühren, dazu etwas Mehl vom Rand dazunehmen. Wenn sich auch nach drei Tagen noch gar nichts tut, war sicher die Raumtemperatur zu niedrig!

Sauerteig

Nach Ende der Gärzeit Salz, Kümmel und restliches Mehl zu einem Teig verarbeiten, weitere 10 Minuten quellen lassen.

Sauerteig

Nochmals durchkneten. Teig in eine gefettete Kastenform geben (oder zu einem Laib formen; dazu ggf. etwas mehr Mehl für den Teig verwenden) und weitere 1-3 Stunden gehen lassen. Er sollte sich nochmals verdoppeln.

Sauerteig

Den kalten Backofen (Boden und Seitenwände) mit einem gut feuchten Tuch abreiben, Brot auf untere Schiene stellen. Bei 190 Grad ca. 90 Min. backen. Bei einer kleineren Menge ggf. Backzeit verkürzen. Danach noch weitere 15 Min. im ausgeschalteten Ofen stehenlassen.

Sauerteig

Oberseite nochmals mit Wasser besprühen, eine Stunde auskühlen lassen.

Guten Appettit!

Sauerteig

Hefebrot-Rezept

(aka Kleisterbrot nach Lilia)

Zutaten:

* 500 g Weizenmehl
* 50 g Kartoffelmehl
* 300 ml Milch
* 1 Pck. Trockenhefe
* 1 TL Salz
* 2 TL Zucker

Kartoffelmehl mit etwas kalter Milch anrühren, restliche Milch aufkochen. Angerührtes Kartoffelmehl dazurühren. Wird sehr dick - sollte etwa Tapetenkleisterkonsistenz haben. Ggf. etwas Milch zugeben.

Mehl, Trockenhefe, Salz und Zucker mischen, abgekühlten (handwarmen) "Kleister" unterkneten. Der Teig sollte noch leicht klebrig sein. Evtl. Mehl oder Milch zugeben, bis es passt.

Zugedeckt an einem warmen Ort ca. 1/2 Stunde gehen lassen, bis sich der Teig ca. verdoppelt hat. Nochmals durchkneten, einen Laib oder 12 Brötchen formen. Oberseite einkerben. Eine weitere 1/2 Stunde gehen lassen.

Herd auf 250 Grad vorheizen, dann auf 200 Grad runterdrehen und Brötchen in 15 Minuten backen. Brot braucht ca. 40 Minuten.

Tipps:

Anstelle von Milch kann auch Soja-Milch genommen werden.

Wer keine Milchtöpfe saubermachen will: Wasser im Wasserkocher kochen, einen Schwupps davon in das vorangerührte Kartoffelmehl, Rest mit (kalter) Milch aufgießen, bis gewünschte Kleistrigkeit erreicht. Netter Nebeneffekt: die Masse ist dann gleich kalt genug für die Hefe, kann also sofort weiterverarbeitet werden.

Sollen Rosinen dazu, diese erst etwas einweichen, dann in Mehl wälzen. Dies verhindert, dass das Brot "lätschig" wird.

"Traditionelle" Gewürze sind Kümmel, Koriander, Fenchelsamen. Grundsätzlich gilt aber: Ausprobieren! Am besten erst mal mit kleinen Mengen (Brötchen). Eigenkreations-Rezepte notieren. Wenns schmeckt, solls ja wiederholbar sein ;-) Extra-Tipp: hier posten, damit andere auch was davon haben :-)

Kleisterbrot

Auch mit Getreide, Kernen und Nüssen kann experimentiert werden: Dinkel-, Roggen- oder Maismehl (Roggenmehl max. zu 50%), Sonnenblumenkerne, (ganz oder gemahlen), Haferflocken, Müslimischungen, etc.

Soll das Brot eingefroren werden, nicht ganz fertigbacken (soll noch etwas blass sein). Auskühlen lassen, einfrieren. Zum Auftauen in den kalten Ofen legen, auf 200 Grad drehen und 10-15 Minuten aufbacken lassen. Qualitätsverlust durch Einfrieren ensteht bereits nach zwei Tagen, schmecken tuts aber noch nach drei Wochen.

Sonntagsbrötchen am Samstag abend zurechtformen, in den Kühlschrank legen. Am nächsten morgen in den Ofen damit - bis der Kaffee fertig ist, sinds die Brötchen auch.

Lilia & Zauberweib, 03/2005

Backen

Backen ist eine durch und durch magische Angelegenheit. Nicht nur, dass sich die einzelnen Zutaten wie Mehl, Wasser, Eier, Butter, Zucker, etc. erst in einen Teig verwandeln und dann weiter in ein köstliches Gebäck. Auch der Vorgang des Backens an sich ist eine fast schon heilige Handlung. Und der Duft nach Selbstgebackenen verbessert sofort die Atmosphäre in der Wohnung.

Gebackenes kann hervorragend für magische Zwecke, Rituale und Jahresfeste eingesetzt werden, gehört oftmals sowieso schon dazu. Weihnachtsplätzchen haben ihren Ursprung im Heidnischen Brauch, kleine Opfergaben für "Frau Holle" bereitzustellen. In vielen Haushalten ist es heute wieder Sitte, den Ahninnen ein Tellerchen mit Essen und Trinken hinzustellen, und so mancher Hausgeist hat sich durch diese Geste schon besänftigen lassen.

Ob Plätzchen, Gebildebrot, Verzierungen auf "normalen" Gebäck, Kuchen und Brote mit besonderen Zutaten - der Fantasie und dem Einsatz sind da kaum Grenzen gesetzt. Auf den folgenden Seiten wollen wir einige Grundrezepte angeben, die nach Belieben erweitert und abgewandelt werden können.

Beim Brot lässt sich z.B. mit verschiedenen Mehlsorten experimentieren, Zutaten wie Kräutern und Gewürzen, Nüssen, Rosinen, Müsli, etc. Kleiner Tipp: Grundteig herstellen, in mehrere Teile teilen und jedes einzeln variieren. So lassen sich auf einmal mehrere Geschmacksrichtungen ausprobieren.

Ein besonderes Schmankerl will ich euch nicht vorenthalten: Pentagramm-Plätzchen ala Distel!

zw-Frame

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