Runen aus Holz
Die meisten Holzarten eignen sich für die Herstellung von Runenscheiben. Es gibt jedoch ein paar Einschränkungen: die Naturschutzbestimmungen, die Verfügbarkeit sowie die Härte; allzu hartes Holz sollte nicht für das erste Runenset verwendet werden, wenn man keine Erfahrung auf dem Gebiet der Holzbearbeitung bzw. nicht das richtige Werkzeug hat. Zu beachten ist, daß jedes Holz bestimmte (magische) Eigenschaften hat, über die man sich im Klaren sein sollte, bevor man sich für eine Art entscheidet.
Zunächst sucht man sich einen Ast, der vom Durchmesser her Scheiben in der gewünschten Grösse ergibt, möglich ist alles von einem bis zu mehreren Zentimetern. Ob man einen abgefallenen Ast wählt oder zur Säge greift, ist eine Frage der persönlichen Einstellung. Wer sein Auge auf einen bestimmten Ast geworfen hat, der sich noch am Baum befindet, sollte gegebenenfalls eine Erlaubnis einholen und sich vorher überlegen, ob er den Ast wirklich haben möchte und ob das Holz bzw. die Form ihm gefällt (nicht wie die Axt im Walde ...). Die durch das Absägen entstandene Wunde sollte mit Baumwachs verschlossen werden, vor allem Birken können durch eine Sägeverletzung ausbluten!
Der Ast muß vor der weiteren Bearbeitung getrocknet werden, was bis zu zwei Jahren dauern kann (je nach Holzart und Dicke). Um Risse im Holz zu vermeiden, die den Ast für die weitere Bearbeitung unbrauchbar machen können, sollte die Trocknung schonend erfolgen, d.h. nicht auf der Heizung, im Ofen etc.) Sobald das Holz trocken ist, muß es auf Schädlingsbefall, z.B. Holzwürmer überprüft werden. Dann wird es - falls gewünscht - entrindet und in Scheiben gesägt, die Dicke der Scheiben und damit der fertigen Runen ist vom Durchmesser und der Härte abhängig, ebenso von der persönlichen Vorliebe.
Die fertigen Scheiben werden mit Schmirgelpapier (unterschiedlicher Körnung , das feinste zuletzt) abgeschliffen. Dies bringt auch die Maserung hervor. Nach dem Abschleifen, wenn das Holz ganz glatt ist, können die Scheiben geölt werden. Das nährt das Holz, verhindert Trockenheitsrisse und bietet Schutz vor Verschmutzungen. Entscheidet man sich für eine Lackierung (einige lehnen dies ab, da es das Holz künstlich versiegelt), verzichtet man auf das Öl und lackiert nach dem Ritzen und Färben (ist die Farbe wischfest und nicht fettlöslich, kann man auch nach der Fertigstellung ölen). Das Öl braucht ein paar Tage, bis es eingezogen ist.
Dann zeichnet man die Runen mit einem dünnen Bleistift vor und schnitzt sie in das Holz. Das ist am einfachsten mit einem Schnitzmesser zu bewerkstelligen, indem man zu beiden Seiten des Bleistiftstrichs je einen Schnitt ansetzt, der unter dem Strich v-förmig zusammentrifft, so daß man den entstandenen Überschuß einfach entfernen kann. Dies minimiert das Risiko durch abgerutschte Messer verunstalteter Scheiben und Finger. Wenn alle Runen geschnitzt sind, färbt man sie beliebig ein.
Die aus einem Ast gesägten Runenscheiben weisen auch die Form des Astes im Querschnitt auf, d. h. leichte Unregelmässigkeiten geben den Runen Charakter. Hölzerne Runenscheiben können so vielfältig sein wie ihre Pendants aus Stein, jede Holzart mit ihrer charakteristischen Farbe und Maserung hat seine besondere Wirkung. Der Vorteil der Holzrunen ist, daß sie sich gut für Orakelwürfe eignen und - wegen ihres geringen Gewichts - auch als Reiseset.
Es gibt auch fertige Rundhölzer zu kaufen, die man sich nur noch zurechtsägen muss bzw. fertig gesägte Scheiben. Die wirken natürlich gleichmässiger, aber auch weniger charakteristisch und individuell. Ob man auf vorgefertigtes Material zurückgreifen will, muss jeder selbst entscheiden, hängt auch von der gewählten Holzart ab. Geeignet für Menschen ohne Ausrüstung, ohne handwerkliches Geschick oder für die ganz Eiligen ...
Silver, 03/2005
Zunächst sucht man sich einen Ast, der vom Durchmesser her Scheiben in der gewünschten Grösse ergibt, möglich ist alles von einem bis zu mehreren Zentimetern. Ob man einen abgefallenen Ast wählt oder zur Säge greift, ist eine Frage der persönlichen Einstellung. Wer sein Auge auf einen bestimmten Ast geworfen hat, der sich noch am Baum befindet, sollte gegebenenfalls eine Erlaubnis einholen und sich vorher überlegen, ob er den Ast wirklich haben möchte und ob das Holz bzw. die Form ihm gefällt (nicht wie die Axt im Walde ...). Die durch das Absägen entstandene Wunde sollte mit Baumwachs verschlossen werden, vor allem Birken können durch eine Sägeverletzung ausbluten!
Der Ast muß vor der weiteren Bearbeitung getrocknet werden, was bis zu zwei Jahren dauern kann (je nach Holzart und Dicke). Um Risse im Holz zu vermeiden, die den Ast für die weitere Bearbeitung unbrauchbar machen können, sollte die Trocknung schonend erfolgen, d.h. nicht auf der Heizung, im Ofen etc.) Sobald das Holz trocken ist, muß es auf Schädlingsbefall, z.B. Holzwürmer überprüft werden. Dann wird es - falls gewünscht - entrindet und in Scheiben gesägt, die Dicke der Scheiben und damit der fertigen Runen ist vom Durchmesser und der Härte abhängig, ebenso von der persönlichen Vorliebe.
Die fertigen Scheiben werden mit Schmirgelpapier (unterschiedlicher Körnung , das feinste zuletzt) abgeschliffen. Dies bringt auch die Maserung hervor. Nach dem Abschleifen, wenn das Holz ganz glatt ist, können die Scheiben geölt werden. Das nährt das Holz, verhindert Trockenheitsrisse und bietet Schutz vor Verschmutzungen. Entscheidet man sich für eine Lackierung (einige lehnen dies ab, da es das Holz künstlich versiegelt), verzichtet man auf das Öl und lackiert nach dem Ritzen und Färben (ist die Farbe wischfest und nicht fettlöslich, kann man auch nach der Fertigstellung ölen). Das Öl braucht ein paar Tage, bis es eingezogen ist.
Dann zeichnet man die Runen mit einem dünnen Bleistift vor und schnitzt sie in das Holz. Das ist am einfachsten mit einem Schnitzmesser zu bewerkstelligen, indem man zu beiden Seiten des Bleistiftstrichs je einen Schnitt ansetzt, der unter dem Strich v-förmig zusammentrifft, so daß man den entstandenen Überschuß einfach entfernen kann. Dies minimiert das Risiko durch abgerutschte Messer verunstalteter Scheiben und Finger. Wenn alle Runen geschnitzt sind, färbt man sie beliebig ein.
Die aus einem Ast gesägten Runenscheiben weisen auch die Form des Astes im Querschnitt auf, d. h. leichte Unregelmässigkeiten geben den Runen Charakter. Hölzerne Runenscheiben können so vielfältig sein wie ihre Pendants aus Stein, jede Holzart mit ihrer charakteristischen Farbe und Maserung hat seine besondere Wirkung. Der Vorteil der Holzrunen ist, daß sie sich gut für Orakelwürfe eignen und - wegen ihres geringen Gewichts - auch als Reiseset.
Es gibt auch fertige Rundhölzer zu kaufen, die man sich nur noch zurechtsägen muss bzw. fertig gesägte Scheiben. Die wirken natürlich gleichmässiger, aber auch weniger charakteristisch und individuell. Ob man auf vorgefertigtes Material zurückgreifen will, muss jeder selbst entscheiden, hängt auch von der gewählten Holzart ab. Geeignet für Menschen ohne Ausrüstung, ohne handwerkliches Geschick oder für die ganz Eiligen ...
Silver, 03/2005
zauberweib - 4. Dez, 21:00

