Donnerstag, 7. Dezember 2006

Buch der Schatten

Das berühmte Buch-der-Schatten ist spätestens seit "Charmed" jeder HexHeidMag ein Begriff. Auf den folgenden Seiten werden verschiedene Methoden vorgestellt, sich eins zu basteln.

Außerdem gibt es auch eine Anleitung, wie du selber Papier schöpfen kannst.

Wozu braucht man ein Buch der Schatten und was ist das eigentlich?

(Fast) jede "Hexe" hat ihr Buch der Schatten. Sei es als ein einfaches Notizbuch oder ein Leitzordner, sei es eine Kartei im guten alten Zettelkasten oder auf dem PC, sei es ein normales Schulheft aus dem Supermarkt oder ein liebevoll Selbstgestaltetes. Der Möglichkeiten hierfür gibt es viele, die Grenzen setzen lediglich Fantasie und der Geldbeutel. Letzteres lässt sich nach dieser Lektüre jedoch ausschließen :-)

Was den Inhalt angeht, gibt es wohl drei Hauptgruppen:

* 1.eine Art „magisches Tagebuch“
* 2.ein Arbeitsbuch (Logbuch)
* 3.eine Sammlung von Zaubersprüchen und Ritualen

Alle diese Formen sind legitim (was nicht zuletzt daran liegt, dass es niemanden gibt, der dir vorschreiben kann, wie du dein BdS zu führen hast), doch in der Praxis werden sich häufig Mischformen dieser Hauptgruppen ergeben.

Das BdS als magisches Tagebuch

Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei dieser Form um ein Tagebuch. Für diejenigen, die bereits ein „normales“ Tagebuch führen, ist es dennoch empfehlenswert, ein zusätzliches BdS zu führen. Beide erfüllen wichtige Funktionen, wobei natürlich nicht ausgeschlossen ist, dass beide Tagebücher im Laufe der Jahre mit fortschreitender Entwicklung nicht doch in einem verschmelzen. Im normalen Tagebuch hat alles seinen Platz, vom Frust am Arbeitsplatz, über Kinokarten und den ausführlichen Bericht über den Film bis hin zu der detaillierten Beschreibung des „Kaffees“ danach... :-)

Im BdS sind diese Dinge weniger interessant (deshalb auch die Empfehlung, das andere Tagebuch weiterzuführen). Die Einträge im BdS sind oft nur sehr kurz, und sie müssen keinesfalls täglich geführt werden. Hier finden Träume ihren Platz, Stimmungen, die besonders auffallen, und „Geistesblitze“ die man hat. Schon deshalb ist es ratsam, das BdS immer griffbereit zu haben. Natürlich kann man sich auch mal schnell eine Notiz auf einem Schmierzettel machen, die man dann baldmöglichst überträgt. Doch das sollte dann auch getan werden.

Wichtig sind bei den Eintragungen folgende Daten (gilt auch für die anderen Formen des BdS): Datum, Mondstand (zunehmend, Vollmond, abnehmend, Neumond) und Zyklus (es sollte zumindest vermerkt werden, wann die Blutung eingesetzt hat). All diese Eintragungen helfen im übrigen auch dazu, sich mit dem eignen Zyklus anzufreunden, mit sich selber und den Zeichen des Körpers vertraut zu werden. Wer hier ein bisschen Aufmerksamkeit sich selber gegenüber investiert, wird schon bald wissen, wann die fruchtbaren und die „sicheren“Tage sind. Aber das nur als Randbemerkung.

Das BdS als Arbeitsbuch

Wer hats in der Lehrzeit nicht verflucht, das Berichtsheft schreiben? Und nun soll man sich das frewillig antun? Keine Sorge, erstens ist es kein Muss, und zweitens wirst du schnell feststellen, dass es durchaus Sinn macht, genaue Abfolgen, Vorbereitungen, „Zutaten“ und Ergebnisse von Ritualen aber auch Rezepten aufzuschreiben. Auch hier wieder mit Datum und Mondstand versehen, ggf. auch genaue Uhrzeit – besonders bei Einbeziehung der Planetenstunden in Ritualen.

Durch das Führen eines Logbuches lässt sich immer genau rekonstruieren, was getan wurde, wie das Ergebnis war und was man ggf. beim nächsten mal anders machen sollte. Man kann hier auch Orakel-Berichte (Frage, Legung, Deutung und tatsächliches Ergebnis) mit einfügen oder sich dafür ein extra Buch anlegen.

Das BdS als Zauberspruchsammlung

Spätestens seit „Charmed“ kennt diese Variante wohl jede. Auch hier empfiehlt es sich, das Datum mit anzugeben (nicht nur deshalb, weil man so auch eine persönliche Weiterentwicklung, die sich auch in der Art der Zaubersprüche und Rituale zeigt, verfolgen kann) und natürlich, welchem Zweck das Ganze dienen soll. Schlagworte wie „Schutzzauber“, „Vollmondritual“ oder „Samhain 2004“ reichen völlig, bei letzterem erübrigt sich dann natürlich die Datumsangabe.

Für die 2. Variante (das BdS als Arbeitsbuch) muss es nicht unbedingt ein wunderschön gestaltetes Buch oder Heft sein, im Gegenteil, wenn Zeichnungen ihren Platz finden sollen (Symbole, Sigillen, etc.), ist ein Rechenheft oder -Block sogar sinnvoller. Was das erstellen, ausprobieren von Symbolen jeglicher Art angeht, ist es ratsam, sich eine Regel festzusetzen: alles was in diesem Heft steht, ist nur zur Übung, wirklich Wirkung zeigt ein Symbol erst dann, wenn es ausserhalb dieses Heftes umgesetzt wurde. So läuft man nicht Gefahr, irgendwann hunderte von Symbolen ihre Schwingungen aussenden zu lassen, die sich bestenfalls gegenseitig aufheben, schlimmstenfalls aber ein gehöriges Chaos verursachen können. Was das Übertragen von Symbolen angeht, verwende ich sehr gerne Window-Colors – was aber auch daran liegt, dass ichs gerne bunt mag :-)

Bei den anderen beiden Varianten ist es natürlich ansprechender, sich ein schönes Buch anzulegen, in das man gerne etwas schreibt. Auch hier „isst“ das Auge mit, und so kann eine ansprechende Gestaltung zu der nötigen Disziplin einer durchgängig – wenigstens – leserlichen Handschrift zu verhelfen, und dem Inhalt eben den entsprechenden äußeren Rahmen zu geben.

Natürlich ist der Handel voll von schöner Notizbücher in allen Größen und Variationen, doch wirkt das Herstellen eines Buches bereits als magischer Akt, was man jedesmal fühlt, wenn man das Buch aufschlägt, um etwas einzutragen.

Ein guter Kompromiss ist es, sich ein normales Heft oder Notitzbuch zu kaufen, und den Umschlag nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Man kann ihn bemalen, mit Geschenkpapier oder Marmorpapier beziehen, in Leder oder Stoff einbinden, eigene Symbole entweder auf Papier ausdrucken und draufkleben oder anderweitig gestalten und anbringen. Nur zu dick sollte das Symbol nicht sein – oder dann wenigstens z.B. mit Heißklebepistole gut befestigt sein.

Die Ausgaben für diese Variante halten sich wirklich in Grenzen, zumal man die „Zutaten“ (Geschenkpapier, Prittstift, Lineal und Schere) ja im Allgemeinen sowieso zuhause hat. Schöne Symbole kann man sich auch im Internet holen – doch hier sollte man drauf achten, dass einem die Bedeutung eines Symbols auch geläufig ist. Wenn du gerade damit begonnen hast, dich mit deinem Zyklus vertraut zu machen, und die Angaben hierzu in einem Buch einträgst, dass du unwissentlich mit einem Fruchtbarkeitssymbol gekennzeichnet hast, könnte das schwerwiegende Folgen haben – im wahrsten Sinn des Wortes :-)

Am schönsten und wirkungsvollsten ist das BdS jedoch, wenn du es selber herstellst. Denn dann kannst du Format und Design völlig frei nach deinen Vorstellungen wählen. Außerdem ist es einfach etwas anderes, wenn man aus einem Stapel Papier, etwas Pappe und Dekomaterial plötzlich ein eigenes Buch geschaffen hat, als wenn man ein fertig gekauftes Buch nur neu anzieht.

zw-Frame

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